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Was die Stadt auf die Beine stellt, um sich nach dem Winter herauszuputzen

Auf die Beete…, fertig… , Frühling!

Hameln (kar). Die letzten Schneereste sind verschwunden, die Temperaturen milder geworden, morgens zwitschern schon die Vögel: Es wird Frühling. Und die Sonne bringt es an den Tag: Dreck, Schmutz, Abfall, Unrat. Lange hat hässlicher Müll auf städtischen Grünflächen versteckt unter der Schneedecke gelegen. Jetzt soll er verschwinden. 20 bis 25 Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes haben ihm den Kampf angesagt: Hameln wird frühlingsfit gemacht. „Später als sonst“, heißt es aus dem Rathaus.

Hameln (kar). Die letzten Schneereste sind verschwunden, die Temperaturen milder geworden, morgens zwitschern schon die Vögel: Es wird Frühling. Und die Sonne bringt es an den Tag: Dreck, Schmutz, Abfall, Unrat. Lange hat hässlicher Müll auf städtischen Grünflächen versteckt unter der Schneedecke gelegen. Jetzt soll er verschwinden. 20 bis 25 Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes haben ihm den Kampf angesagt: Hameln wird frühlingsfit gemacht. „Später als sonst“, heißt es aus dem Rathaus. Denn: „Mit der Beseitigung des Abfalls, unter anderem auch des Silvestermülls, konnte wegen des langen Winters erst jetzt begonnen werden.“ Bis Ende des Monats soll das öffentliche Grün wieder sauber und auch vom Hundekot gereinigt sein.

Normalerweise wäre um diese Zeit bereits der zweite Pflegedurchgang dran: das Lockern des Erdreichs auf Beeten und Rabatten. Das ist jetzt für Anfang April terminiert. Mit dem Frühjahrsputz beauftragt wurde der Betriebshof nicht nur von der städtischen Abteilung Grünflächen und Naturschutz, sondern auch von der Abteilung Verkehrsplanung und Straßenwesen. Und da hat jetzt die Reinigung des Straßenpflasters Priorität. Zwei Kehrmaschinen sind im Einsatz und sammeln auf den Straßen das winterliche Streugut wieder ein. Das war vorher nicht möglich, da die Maschinen mit Wasser arbeiten und sich bei Frost sofort ein gefährlicher Glatteisfilm auf die Fahrbahnen gelegt hätte. Auch die Nassreinigung der Fußgängertunnel gehört jetzt zu den Aufgaben des Betriebshofes. Fünf Mitarbeiter kümmern sich ab kommender Woche drei Tage lang nur darum, die Unterführungen wieder präsentabel zu machen. Denn auch hier hatten die Minusgrade die sonst turnusmäßig alle sechs bis acht Wochen anstehende Reinigung mit Wasser verhindert.

Nicht nur geputzt, sondern frühlingsfrisch herausgeputzt wird jetzt endlich, wenn auch witterungsbedingt verspätet, Hamelns „grüne Lunge“: der Bürgergarten. Nachdem Bäume beschnitten und Totholz entfernt wurde, geht’s an die Rabatten. 21 000 Bellis – rote und weiße Gänseblümchen – sind für 6000 Euro von der Stadt geordert worden, werden Montag angeliefert und kommen dann sofort in den Boden. Acht Betriebshof-Mitarbeiter kümmern sich um die Blumenbeete. Und sie sorgen dafür, dass das Fontänenbecken bis Ostern wieder gefüllt ist und der Kaiser-Brunnen vor der Stadt-Galerie plätschert. „Weitere Brunnen müssen erst auf Frostschäden untersucht und gegebenenfalls ausgebessert werden“, schränkt die Verwaltung ein.

Mehr Grün in der Stadt – das wünschen sich viele Bürger und Anlieger von Straßen, an denen Bäume gefällt wurden. Die Stadt hat reagiert und 100 Großbäume eingekauft, von denen bereits 80 Prozent gepflanzt wurden. So kamen am Ilphulweg Kastanien in die Erde. 15 bis 20 Bäume wurden in Afferde und eine Platane am Mertensplatz gepflanzt. „Es sind Lücken geschlossen worden, wo Bäume gefällt werden mussten“, sagt der Stadtsprecher; denn Grün im Stadtbild solle gefördert werden.

Wenn Hameln jetzt mit Vollgas in den Frühling startet, ist die Stadt zwar später dran als sonst – aber noch längst nicht zu spät. Denn der März gilt in den Haushalten als beste Zeit für den Frühjahrsputz, auch wenn die alten Römer bereits im Februar (februare = lat. reinigen) ihren jährlichen Reinigungsdrang auslebten. Längst ist der Frühjahrsputz in der ganzen Welt verbreitet: Man kennt ihn in den USA, in Russland, im Iran oder Israel genauso wie in Europa. Biologen vermuten, dass im Frühjahr auch bei den Menschen eine Art Nestbautrieb einsetzt, der dazu führt, dass man sein Heim schön sauber haben möchte. Und die Sonne bringt jetzt jeden Schmutz an den Tag.




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