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Auf der Jagd nach Spionen und Extremisten

Als das Phantom auf einem Firmenparkplatz in Hameln zuschlägt, ist helllichter Tag. Eine Autoscheibe splittert, von der Rücksitzbank einer schwarzen Limousine verschwindet der Laptop eines Vorstandsmitglieds. Auf der Festplatte sind sensible Daten gespeichert. Die Informationen sollten nicht in falsche Hände gelangen, denn: Das heimische Unternehmen befindet sich gerade in Übernahmeverhandlungen. Wurde der Einbruch spontan von einem Drogensüchtigen begangen, weil er den Computer gesehen hat und ihn bei einem Hehler zu Geld machen will? Dann wäre es Beschaffungskriminalität. Oder hat ein ausländischer Geheimdienst seine Finger im Spiel? Dann wäre der Täter ein Agent gewesen, der im Auftrag einer fremden Macht aktiv geworden ist. „Wir wissen es nicht genau“, sagt Ralf Meyer (Name geändert), Leiter der Spionageabwehr der niedersächsischen Verfassungsschutzbehörde in Hannover. Fälle wie dieser, sagt der 44-jährige Hamelner, seien schwer aufzuklären. Der Verdacht liege allerdings nahe, dass ein Geheimdienst aus dem Osten in Hameln Informationen gestohlen hat. Sicher ist nur: Der Täter ist über alle Berge, er hat sich vermutlich in die diplomatische Vertretung seines Staates zurückgezogen – und die Daten wurden längst außer Landes geschafft.

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Autor:

Ulrich Behmann


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