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14,5 Prozent mehr Lehrstellen / Den 2417 gemeldeten Plätzen standen in diesem Jahr 3721 Bewerber gegenüber

"Auf dem richtigen Weg" - aber längst nicht am Ziel

Weserbergland. Eigentlich hatte Andreas Preis vor Wochen schon fast die Hoffnung aufgegeben, in diesem Jahr eine Lehrstelle zu finden. Aber dann war dem Rintelner das Glück doch noch hold. Nachdem unsere Zeitung ihn in der Serie "Ausbildung für alle!" als "Bewerber der Woche" präsentiert hatte, meldete sich die Berufsakademie Weserbergland (BAW) in Hameln bei ihm. BAW-Leiter Dr. Volker Langer richtete für Preis in der Verwaltung kurzfristig einen Ausbildungsplatz zum Fach informatiker ein.

Der Rintelner Andreas Preis macht in Hameln eine Ausbildung zum
Marc Fisser

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Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

Preis gehört somit nicht zu den 165 Bewerbern im Arbeitsagenturbezirk Hameln, die im Berufsberatungsjahr 2006/07 (30. September) ohne Ausbildungsplatz geblieben sind. Und auch nicht zu den ungezählten jungen Leuten, die mangels Anstellung weiter zur Schule gehen, Trainingsmaßnahmen besuchen oder zur Überbrückung ein "Freiwilliges Jahr" im Sozial- oder Umweltbereich absolvieren. Es sind Entscheidungen wie die des BAW-Chefs, die zur positiven Entwicklung des Lehrstellenmarktes beigetragen haben. Das Plus von 14,5 Prozent im Weserbergland verteilt sichüber fast alle Branchen, berichtet der Teamleiter der Berufsberatung, Thorsten Tünnermann. So gebe es im Bereich der Warenkaufleute 100 zusätzliche Ausbildungsplätze (+22,2 Prozent), bei den Schlossern seien es 21 mehr (+26,3 Prozent). Der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Unternehmer im Weserbergland (AdU), Dieter Mefus, sieht denn auch die Region "auf dem richtigen Weg". Die "relativ guten Zahlen" dürften aber für die Betriebe kein Anlass sein, mit den Anstrengungen nachzulassen. Mefus wie auch Arbeitsagenturchefin Ursula Rose glauben, dass es noch bis zu fünf Jahre dauern könnte, bis der Engpass durchquert ist. Standen doch in diesem Jahr den 2417 gemeldeten Stellen 3721 Bewerber gegenüber. Mefus gibt zu bedenken, dass während der Rezession viele Ausbildungsbetriebe weggefallen sind und sich die Last nun "auf weniger Schultern verteilt". Zwar boome in der Metall- und Elektroindustrie der Export, doch hätten regional orientierte Betriebe weiterhin Absatzprobleme. Rose appelliert dennoch an die Industrie, möglichst schon jetzt verstärkt auszubilden, "um den Fachkräftebedarf von morgen zu decken".



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