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Hausschimmel: Folgen und Auswirkungen des Plagegeistes / Baubiologe Detlef Bölbaum referiert in Bückeburg

Auf dem Käse okay, an der Hauswand sorgt er für Ärger

Bückeburg (mig). Auf dem Käse wird er toleriert, an Hauswänden sorgt er für viel Ärger: der Haus-Schimmel. Problem vor allem: Wenn es sich der lästige Pilz erst einmal gemütlich gemacht hat, wird man ihn kaum noch los. Wie man verhindern kann, dass es überhaupt erst dazu kommt, erläuterte Baubiologe Detlef Blöbaum aus Bad Oeynhausen (Biolysa e.V.) im Rahmen eines interessanten Vortrags im Bückeburger Le-Theule-Saal.

Schimmelpilze machten auf Dauer krank und seien veranwortlich für 30 Prozent aller allergischen Reaktionen, schärfte Blöbaum zu Beginn das Problembewusstsein der Teilnehmer: "Erst seit ein paar Jahren setzt sich die Erkenntnis durch, dass Schimmel giftig und gefährlich ist." Der Baubiologe verwies darauf, dass laut Studien rund 22 Prozent der Wohnungen vonden Pilzen befallen sind. Oft bemerken die Bewohner gar nicht, in welcher Gefahr sie schweben, so Blöbaum. "Wenn der Pilz zu sehen ist, ist es schon ziemlich spät." Ein Problem sieht der Fachmann in den steigenden Heizkosten. Weil dadurch das Lüften teurer werde, breite sich auch der Schimmel immer mehr aus. Um den Einzug der unangenehmen Mitbewohner zu erschweren, riet der Experte deshalb zum richtigen und ökonomischen Lüftungsverhalten. Allerdings: Gerade das permanente "Auf-Kipp-Halten" der Fenster ist nicht unbedingt die beste Option, um den Pilz fernzuhalten. Weil sich oberhalb des Fensters Nässe absetzt, entsteht der grüne Filz gerade dort besonders gern. Nur wenn ein zweites Fenster geöffnet wird, kann die Feuchtigkeit von der Zugluft abtransportiert werden. Dafür reichen oft schon fünf bis zehn Minuten, "Stoßlüften" nennt der Fachmann das. Häufiger Lüften und Heizen sollte man ausschließlich in Räumen, die ein höheres Gefährungspotenzial haben (beispielsweise Kellerräume). Weitere Tipps des Baubiologen Detlef Blöbaum: nasse Duschkabinen abziehen, Dunsthauben sollten abgewischt werden, Hygrometer kaufen (rund 30 Euro), Luftfeuchte kontrollieren (sollte unter 50 Prozent sein) und Wandputz statt Tapeten verwenden (Schimmel ernährt sich von Kleister). Kleine Stellen können mit Alkohol behandelt werden.




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