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Marion Wilke aus Vornhagen stellt im Fürstenhof aus / Zahlreiche Acrylbilder und Specksteinobjekte

Auf bunten und steinigen Pfaden zum Erfolg

Bad Eilsen (sig). Im "Fürstenhof" hat die 76. Kunstausstellung begonnen. In ihrem Mittelpunkt stehen Bilder und Specksteinarbeiten von Marion Wilke aus Vornhagen. Sie ist schon deshalb eine ungewöhnliche Frau, weil sie ihre Kreativität erst im Ruhestand voll entfaltet.

Künstlerische Ambitionen besaß Marion Wilke lange vorher. Schließlich hatte sie als Grund- und Hauptschullehrerin Kunst als Hauptfach. Später erwarb sie noch ein Diplom für Sprachbehindertenpädagogik und unterrichtete als Dozentin für Sozialwissenschaften an einer Privatschule. In ihrer Vita gibt sie als langjährige Hobbys an: textiles Gestalten, Fotografie, hin und wieder Zeichnen und Arbeiten mit Speckstein. Über ihre Eltern sagt Marion Wilke: "Mein Vater war in jeder freien Minute bildhauerisch tätig, malte und zeichnete. Meine Mutter hielt ihm den Rücken frei, entfaltete ihre Kreativität bevorzugt im Makramee und freiem Weben." Als Pensionärin schaffte es die Pädagogin jetzt, in der Wandelhalle des Fürstenhofes ihre erste eigene Schau auszurichten. Deren Motto nimmt Bezug auf die Ausstellungsstücke. Es lautet: "Auf bunten und steinigen Pfaden". Damit ist die Buntheit ihrer Acrylgemälde gemeint und außerdem ihr umfangreiches Angebot an Specksteinexponaten. Kerstin Henke von der Kreativwerkstatt sprach bei der Vernissage von der Vielseitigkeit der Ausdrucksformen, die Witte auszeichnen. Die Künstlerin selbst bekennt: "Ich liebe Kontraste, aber auch Ton-in-Ton-Arbeiten." Sie will sich nicht auf eine Richtung festlegen. Sicher ist: Witte zieht das Abstrakte dem Naturalistischen vor. Außerdem bevorzugt sie die Acryltechnik, schreckt aber auch nicht vor dem Kombinieren mit Kreide zurück, mit deren Hilfe sie eine Dreidimensionalität erzeugen kann. Erstaunlich ihr Ideenreichtum. Da gibt es ein Motiv, das sie "Die Leichtigkeit des Seins" nennt und das aus anscheinend wahllos angeordneten Farbtönen besteht. Sie enthalten Strukturen, die zu schweben scheinen. Eine ausgewogene Anordnung von Rot- und Gelbtönen mit einer angedeuteten Skulptur nennt Marion Wilke "Balance", das optische Gegenteil mit einer geradezu eruptiven Farbwirkung "Adrenalin". Ihre Namensgebung trifft zweifellos die jeweilige Emotion, die ihre Bilder auslösen. "Nicht immer weiß ich beim ersten Pinselstrich, was daraus werden soll, aber schließlich ist doch alles meiner Kreativität entsprungen", erklärte Wilke. Das gilt ebenso für ihre Specksteinarbeiten. Zuweilen wird sie durch das Material gezwungen, Umwege zu nehmen und dem Objekt eine andere Form zu geben. Aber eines kann sie sich nicht vorstellen: einen Tag, an dem sie nichts in die Hände nimmt, weder einen Pinsel noch ein Werkzeug zum Bearbeiten des Specksteins. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass der Pianist Jörg Waschelitz aus Nienstädt die Vernissage musikalisch auf das Angenehmste ausgestaltete. Seine großes Können und Repertoire musste er schon bei seinen Engagements auf dem Kreuzfahrtschiff "Aida" unter Beweis stellen.




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