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Pop und Rock zwischen Pferdekoppel, Fluss und Apfelbaum? Die Festivals machen’s möglich

Auf, auf in die wunderbare Welt der Zeltfeste

Von Julia Marre

Es gibt Phänomene, die lassen sich kaum logisch erklären. Nur wer Musik liebt, kann sie verstehen. Festivals sind solch ein Phänomen. Weshalb strömen Tausende Menschen auf ein paar Wiesen, um einen Musikmarathon mit Dutzenden Bands mitzuerleben? Warum teilt sich eine große Menge an Gruppen eine Bühne, um ein Kurzkonzert zu spielen? Wieso räumen Kuhherden das Feld, um wilden Gelegenheitscampern Platz zu machen? Vielleicht, weil die Atmosphäre unter den vielen Gleichgesinnten und an frischer Luft einfach unbeschreiblich ist? Für die immer noch Junggebliebenen ist es eine Art Klassenfahrt, bei der man auf alte Bekannte trifft. Für die, die nur wegen der Musik hinfahren, ist es ein unbeschwertes Gipfeltreffen der Debattierer und Theoretiker.

Festivals, das steht unter Kennern fest, sollte man feiern wie sie fallen. Und die Einschläge kommen näher. Aufgepasst, wer nicht gerne stundenlang im Auto sitzt, ehe er den mit Gras bewachsenen Konzertplatz stürmt! Hier sind die Tipps für Reisefaule.

Allein Hannover bietet zwei besondere Festivals. Beim Fährmannsfest, das schon seit 1983 existiert, wird das Ihmeufer zwischen Calenberger Neustadt und Linden Nord zum Festivalgelände. Dieses Jahr dabei: Die Happy, Die Apokalyptischen Reiter, Birth Control, Karamelo Santo und viele mehr. Drei Tage lang gibt es unterschiedlichste Stilrichtungen: am Freitag Metal und Krautrock; am Samstag Rock, Indie und Ska; am Sonntag Soul, Pop und Punk. Wem der Termin zu früh ist, der sollte Ende August aufs Faust-Gelände ziehen. Das Boot Boo Hook Festival verspricht 30 internationale und nationale Bands, darunter The Notwist, Anajo, Die Sterne, Bernd Begemann oder Urlaub in Polen. Gezeltet wird übrigens direkt an der Ihme.

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Gute Laune in Flip Flops: Jack Johnson kommt zum Hurricane.

Oder lieber in die andere Richtung fahren? In Porta Westfalica wird mit ehrenamtlichem Engagement die Weserwiese Veltheim bespielt. „Umsonst und Draußen“ heißt der Spaß, der das letzte Juliwochenende laut werden lässt. Zugesagt haben bereits Therapy, Pandora oder Skapitanos. Das Besondere: Der Eintritt ist frei!

Ein weiteres ganz spezielles Festival ist das Orange Blossom in Beverungen. Folk- und Americana-Freunde kommen hier auf ihre Kosten. Mit dabei am Pfingstwochenende sind Murder By Death, William Fitzsimmons, Kashmir oder The Godfathers.

Eindeutig düsterer wird’s auf dem Hildesheimer Flugplatz Drispenstedt, wo das M’Era Luna Freunde von Gothic, Hardrock oder Elektro versammelt. Diesmal treten auf: Placebo, The Sisters of Mercy, Unheilig, In Extremo oder Editors. Besuchermagnet aber wird ein anderes Open-Air-Spektakel sein: das Hurricane-Festival in Scheeßel bei Rotenburg. Fans von Indie, Alternative und Newcomern sehen hier Ende Juni unter anderem The Strokes, Beatsteaks, Billy Talent, The Stone Temple Pilots, Phoenix oder Biffy Clyro.




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