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Slash rockt vor 3800 Konzertbesuchern die Swiss-Life-Hall

Auch ohne Gunners brillant

Autor:

Lars Andersen

Hannover. Die Swiss-Life-Hall kocht und der Schweiß läuft vor und auf der Bühne in Strömen. Es ist eine bunt gemischte Fangemeinde, die den Top-Gitarristen vorgestern abfeiert. Viele Fans tragen „Guns N‘ Roses“-T-Shirts, einige streifen sich ein Velvet-Revolver-Hemd über, bei anderen ziert der riesengroße Wuschelkopf das Feinripp-Unterhemd – drei Musikprojekte, mit denen Slash noch immer eng verwachsen ist.

Der „Rolling Stone“ listet ihn aktuell auf Rang 65 der „100 besten Gitarristen aller Zeiten“. Dass er 2011, zusammen mit Fergie, beim Super Bowl den Song „Sweet Child O‘ Mine“performen durfte, hat Slash seinen Bandkollegen von Guns N‘ Roses voraus. Der lichtscheue, als wortkarg geltende Musiker lässt bei Livekonzerten lieber seine Les Paul sprechen – die er wie kaum ein anderer beherrscht. Sein grandioses Handling mit dem Sechssaiter ließ den US-Amerikaner zu einer gefeierten Gitarren-Ikone heranwachsen – Tendenz weiter steigend.

Seit Jahren arbeitet der zylindertragende Gitarrengott mit der Band „Myles Kennedy & The Conspirators“ zusammen, die ihn auch auf seiner aktuellen Tour begleiten. Mit der genialen Formation spielte er bereits mehrere Top-Alben ein – darunter auch den aktuellen Longplayer „Living The Dream“, aus dem auch der Konzert-Opener „The Call Of The Wind“ stammt.

Slash – cooles Outfit, hammerharte Riffs und schweißtreibende Rocksongs.

„Sex, Drugs & Rock ’n’ Roll“ – drei Schlagworte, die man mehr oder weniger mit einem Rockstar verbindet. Den Drogen hat der Musiker mittlerweile abgeschworen – die Leidenschaft für sein Instrument bleibt unangetastet.

Myles Kennedy & The Conspirators legen dem Gunner-Gitarristen einen Hardrock-Teppich vom Feinsten zu Füßen. Dazu veredelt die Vier-Oktaven-Stimme von Kennedy jeden der rund 20 Songs. Auch Bassist Todd Kerns darf ran und röhrt mit „We’re All gonna Die“ und „Doktor Alibi“ zwei Titel, während wenig später Slash bei „Wicked Stone“ mit einem mehrminütigen Solo sein großes Können beweist. Wer auf einige „Guns N‘ Roses“-Songs gewartet hat, wird enttäuscht – „Nightrain“ bleibt das einzige Stück an diesem Abend. Long Live Rock ’n’ Roll.




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