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3600 Fans feiern die acht Halbfinalisten von „The Voice Of Germany“

Auch ohne die Zeremonienmeister brillieren acht „Voices“

Der U2-Klassiker „Beautiful Day“, den die acht Künstler zum Abschluss der Show zusammen performten, brachte es auf den Punkt: Es war ein weiterer „schöner Tag“, den die acht Halbfinalisten im Rahmen ihrer „The Voice Of Germany“-Live-Tour erleben durften. Nur noch München stand auf dem Tournee-Plan – danach dürfte der normale Alltag die Casting-Stars wieder eingeholt haben.

Die Gewinnerin der ersten Staffel, Ivy Quainoo, konnte zwar ihr Albumdebüt „Ivy“ auf Platz 5 der Charts platzieren, von der Zweitplatzierten Kim Sanders und dem Bronzemedaillengewinner Michael Schulte hört man heute so gut wie nichts mehr.

14 Tage nach dem spannenden Finale tourten die Sängerinnen und Sänger des erfolgreichen TV-Formats bereits in den größten Hallen Deutschlands, um ihre durchweg guten Stimmen live einem größeren Publikum zu präsentieren – ein weiteres Indiz dafür, dass auch hier das Turbo-Vermarktungssystem gnadenlos zuschlägt.

Michael Lane (26), Brigitte Lorenz (42), Isabell Schmidt (23), Michael Heinemann (26), James Borges (24), Rob Fowler (40), Gil Ofarim (30) und Gewinner Nick Howard (30) heißen die acht Auserwählten, die mit ihren teilweise selbst komponierten Songs und Coversongs die Fans begeistern.

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Rob Fowler interpretierte eine eigenwillige Fassung des Michael-Jackson-Songs „Billie Jean“.

Nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“, holt der Erstplatzierte Nick Howard zum Opener „We Are Young“ nacheinander seine sieben Mitstreiter unter lautem Applaus des Publikum auf die Bühne. Danach betätigen sich die acht Akteure mehr oder weniger als Fließbandarbeiter, die zwar ihren Job ordentlich erledigen, aber kaum eine komplette Show allein bestreiten können. Nick Howard wirkt wie der nette Junge von nebenan – so richtig begeistern kann der 30-Jährige die Massen aber nicht. Da ist „Little Abi“ schon aus anderem Holz geschnitzt – Gil Ofarim ist der geborene Performer, der seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Er verbindet gute Erinnerungen mit Hannover – zusammen mit dem damaligen Teeniestar Aaron Carter gab er Ende der Neunziger Jahre ein ausverkauftes Konzert im Capitol.

Auf einem Hocker singt die Zweitplatzierte Isabell Schmidt ihren selbst komponierten Song „Heimweh“ – später sorgt sie im Duett mit Michael Lane beim Sarah McLachlan-Cover „Angel“ das erste Mal für Gänsehaut-Feeling unter den Konzertbesuchern. Er wirkt wie ein Tanzbär, doch was für eine Stimme – der Dresdner Michael Heinemann gehört mit „Dancing On My Own“ von Robyn ohne Zweifel zu den beeindruckendsten Stimmen des Abends. Back to the 50th ging es mit Brigitte Lorenz und James Borges, die bei Nina Simones Swing-Titel „My Baby Just Cares For Me“ ein flottes Tänzchen auf die Bühne legen.

Schade, dass die Zeremonienmeister Nena, Rea Garvey, BossHoss und Xavier Naidoo nicht dabei sind – der Stimmung hätte es sicher noch das I-Tüpfelchen aufgesetzt. Die Coaches glänzen leider nur in eingespielten Video-Schnipseln, die bereits im Vorfeld im Fernsehen ausgestrahlt wurden. Langeweile kommt dennoch nicht auf, denn es fehlen die nervigen Werbeblöcke – ein deutlicher Vorteil gegenüber den TV-Sendungen. Was bleibt, sind acht prämierte Stimmen, die es ohne Wenn und Aber mit vielen der heutigen Showstars aufnehmen können.

Gil Ofarim (von links), Michael Lane und Isabell Schmidt bei „We Are Young“.




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