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Kein Alkohol an Jugendliche: Polizei informiert in Geschäften über Jugendschutzgesetz

Auch Kassierer machen sich sonst strafbar

Stadthagen (mw). Ein Präventionsexperte des Polizeikommissariats Stadthagen ist bei Kaufleuten und Gastronomen in der Kreisstadt vorstellig geworden, um diese über das Jugendschutzgesetz zu informieren. Die Resonanz auf diese Aktion beschreibt der Polizeibeamte als "absolut positiv".

"Es geht in erster Linie um Alkohol", erklärt Karsten Frischknecht vom Polizeikommissariat, das Thema Zigaretten werde aber auch angesprochen. Mehr als 40 Ladengeschäfte, Tankstellen, Kioske und Imbissbuden hat der Präventionsexperte besucht, um deren Inhaber oder Leiter über die Belange des Jugendschutzes zu informieren - Kneipen sollen folgen. So verbietet das Gesetz etwa generell den Verkauf von Tabak und alkoholischen Getränken an Jugendliche unter 16 Jahren sowie die Abgabe von Tabak, Spirituosen und Alkopops an Teenager, die das 16. Lebensjahr bereits vollendet haben, aber noch nicht volljährig sind. Verstöße gegen diese Vorschrift stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße in Höhe von bis zu 50 000 Euro geahndet werden kann, erklärt Frischknecht. Dabei sollten sich auch die jeweiligen Kassierer "vor Augen halten, dass sie sich strafbar machen", wenn sie diese Produkte unerlaubt an Minderjährige verkaufen. Den Termin für die Informationskampagne hat der Polizeibeamte bewusst gewählt. Die schlechtere wirtschaftliche Lage vieler Familien bewirke, dass diese auf Urlaubsreisen verzichten und deren Kinder die ganzen Sommerferien zu Hause verbringen, sagt Frischknecht. Bedingt durch das begrenzte Freizeitangebot in Stadthagen würden manche Jugendliche dann regelmäßig in Cliquen herumhängen und mitunter - dem "Gruppenzwang" folgend sowie "um cool zu sein und Hemmungen abzubauen" - dem Alkoholkonsum frönen. Mit der Aufklärungsaktion will die Polizei sicherstellen, dass die Jugendlichen zumindest dort nichtan die für sie verbotenen Waren kommen.




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