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Christoph Andreas ist mit 24 Jahren jüngstes Mitglied im Gemeinderat / Landwirt will „zupacken“

Auch für die Politik krempelt er die Ärmel hoch

Levedagsen (sto). „Meckern hilft nicht, man muss selbst mit zupacken, um etwas zu bewirken“, lautet das Lebensmotto von Christoph Andreas. Dass er zupacken kann und will, beweist der 24-Jährige nicht nur in seinem Beruf als Landwirt. Auch in seiner Freizeit krempelt er die Ärmel hoch und mischt mit im Ortsrat Salzhemmendorf, im Gemeinderat sowie im Feuerschutzausschuss der Gemeinde Salzhemmendorf. Das Besondere: In allen Gremien ist Christoph Andreas das jüngste Mitglied – und ist damit eine Ausnahmeerscheinung in der Kommunalpolitik, die eher über Nachwuchsprobleme klagt. Vor drei Jahren hat er die „kommunalpolitische Bühne“ betreten. „Ich wollte nicht mehr länger nur zusehen, was passiert und was andere entscheiden, sondern mich aktiv am politischen Geschehen beteiligen“, so das CDU-Mitglied.

Er halte es für sehr wichtig, dass auch junge Menschen mitmischen auf der politischen Ebene und frischen Wind in festgefahrene Strukturen bringen. Von den älteren Gremienmitgliedern sei er gut aufgenommen worden.

„Das Desinteresse mancher junger Leute an Politik liegt oft daran, dass sie sich von den älteren Politikern nicht verstanden und nicht ernst genommen fühlen und deshalb nicht auf sie zugehen wollen“, weiß Andreas. Er möchte Ansprechpartner sein und eine Brücke bauen zwischen Alt und Jung. Besonders am Herzen liegen dem jungen Politiker die Erstwähler. „Ich versuche, sie durch Gespräche für Politik zu sensibilisieren“, betont Andreas, Gründungsmitglied der Jungen Union Salzhemmendorf/Coppenbrügge. Dieses Anliegen kann Eric Möhle (22) nur bestätigen. „In den politischen Gremien müssten viel mehr junge Leute vertreten sein“, betont der Vorsitzende der JU Coppenbrügge/Salzhemmendorf.

Einige Herzensangelegenheiten der politischen Arbeit sind dem in vielen Vereinen aktiv tätigen Christoph Andreas die Feuerwehren, der Agrarsektor, der Naturschutz und das Vorantreiben der regenerativen Energien.

Die landwirtschaftliche Arbeit im elterlichen Betrieb fordert von dem 24-Jährigen nicht selten einen 15-Stunden-Tag. Trotzdem möchte er diesen Beruf nicht missen. „Mein Beruf und mein Heimatort Levedagsen sind für mich eine untrennbare Einheit“, betont Andreas. Für die Zukunft wünscht er sich, es möge mit der Landwirtschaft wieder bergauf gehen. „Ein Grund mehr für mich, politisch aktiv tätig zu sein, um dafür zu kämpfen“, betont Andreas.

„Das Desinte-resse mancher junger Leute an Politik liegt oft daran, dass sie sich von den älteren Politikern nicht verstanden und nicht ernst genommen fühlen“, glaubt

Christoph Andreas. Der junge Landwirt will auch in der Politik selbst mit anpacken.

Foto: sto




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