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Bauausschuss des Kreistages legt Straßenausbauprogramm für drei Jahre fest

Auch das Sorgenkind steht mit auf der Liste

Landkreis (jl). Nach drei Stunden Rundfahrt zu den zukünftigen Baustellen auf Schaumburgs Kreisstraßen ist die Sache für die Mitglieder des Kreisbauausschusses klar gewesen: Von 2008 bis 2010 sollen zwölf Vorhaben angepackt werden - wenn die Kreisfinanzen dies zulassen. Zum Programm für den nördlichen Kreis gehört auch das absolute Sorgenkind der Straßenmeisterei Stadthagen: die Bahnhofstraße in Lindhorst.

Die Aufstellung des Ausbauprogramms ist jetzt unter anderen Kriterien als bisher geschehen. Grund dafür ist nach Angaben des Kreisbaudezernenten Karl-Erich Smalian das seit Anfang dieses Jahres geltende Entflechtungsgesetz. Dieses hat das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz abgelöst. Nach den neuen Vorgaben aus Berlin müssen die kommunalen Bauherren jetzt Dringlichkeitsstufen angeben, wie es bei Bundestraßen-Projekten der Fall ist. Ins jeweils aktuelle Bauprogramm kommen nur Vorhaben mit "vordringlichem Bedarf". Projekte für spätere Zeitpunkte werden unter "weiterer Bedarf" kategorisiert. Den vordringlichsten Bedarf in Schaumburg hat der 2+1-Ausbau der B 65. Danach und nach der Leistungsfähigkeit des Kreishaushaltes rangieren die Ausbauvorhaben an den Kreisstraßen. Bei diesen gibt es keine Rangfolge. Gebaut wird jeweils, wenn ein Projekt durchgeplant ist, Grund und Boden sowie Geld zur Verfügung stehen. DreiÜberbleibsel aus dem Bauprogramm 2004 bis 2006, die unter anderem am fehlenden Geld gescheitert waren, sind ins neue Programm übernommen worden: Der Ausbau der Kreisstraße 16 von Echtorf nach Seggebruch mit Anlage eines einseitigen Rad-/Gehweges für rund 1,33 Millionen Euro, der Radweg plus neuer Fahrbahn an der Kreisstraße 27 von Lauenhagen nach Pollhagen für geschätzte 903 000 Euro und die Sanierung der K 48/K 49 von Riepen nach Horsten plus Radweg für rund 1,25 Millionen Euro. Neu im Programm für den Nordkreis sind die Sanierung der Ortsdurchfahrt Hohnhorst und der Radweg Hohnhorst-Ohndorf im Zuge der K 48/K 50 für rund 1,6 Millionen Euro. Rund 1,4 Millionen Euro soll der Ausbau der Ortsdurchfahrt Reinsen im Zuge der K 30 sowie die Sanierung der freien Strecke bis Heuerßen kosten. Die teuerste Einzelmaßnahme im Programm dürfte mit geschätzten 2,2 Millionen Euro die Sanierung der Lindhorster Bahnhofstraße (K 30) zwischen der Einmündung der Lüdersfelder Straße und dem Bahnhof werden. Dieser Abschnitt ist wegen seines desolaten Zustandes seit Jahren das Sorgenkind der Straßenmeisterei Stadthagen.

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