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Ausbildung im Krankenhaus Bethel bietet viele Berufsperspektiven / Kooperation mit Friederikenstift

Auch das "Menschliche" kommt nicht zu kurz

Bückeburg (kk). Was haben Outdoortraining und Krankenpflege gemeinsam? Ganz einfach: Auf beiden Feldern ist Teamarbeit gefragt. Deshalb gehört auch ein dreitägiges Selbsterfahrungstraining mit der Gruppe in der freien Natur zum Ausbildungsprogramm der angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger und -pflegerinnen des Krankenhauses Bethel. Zugegeben: Dies ist nur ein sehr kleiner Abschnitt der breit und vielseitig angelegten Ausbildung. Und doch zeigt er, dass die moderne Ausbildung im Krankenhaus weit über die eigentliche Krankenpflege hinausgeht und vielfältige Zukunftsperspektiven eröffnet.

Doch das wissen sehr zum Leidwesen von Pflegedirektorin Susanne Sorban und Ausbildungskoordinatorin Karin Kischnick nur die wenigsten Bückeburger. In einem Pressegespräch informierten sie gestern über die Ausbildungsmöglichkeiten, die das Krankenhaus Bethel in Kooperation mit dem Friederikenstift in Hannover anbietet. Der Hintergrund: Gesundheitsberufe erscheinen vor dem Hintergrund der Berichterstattung über Reformen, Kosteneinsparungen und den Abbau von Kapazitäten nicht gerade attraktiv. Ganz zu Unrecht, findet auch Ursula Reimann-Zell, im Krankenhaus Bethel unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Es gebe zwar keinen Mangel an Bewerberinnen und Bewerbern, erläutern die Expertinnen, allerdings sehees in der Krankenpflege nicht anders aus, als in anderen Branchen auch: Qualität und Qualifikation der Interessenten seien rückläufig. Oft fehle es an Grundkompetenzen in Mathematik, Biologie, Physik oder Chemie - und diese Naturwissenschaften seien nun einmal Voraussetzung in der Krankenpflege.Hinzu kommen natürlich soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Zuwendung, Offenheit oder Hilfsbereitschaft. Acht Ausbildungsplätze bietet das Krankenhaus Bethel pro Jahr an, auch für den nächsten Einstellungstermin am 1. Oktober sind noch Bewerbungen möglich. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Ein Großteil der praktischen Ausbildung erfolgt im Krankenhaus Bethel mit seinen Fachabteilungen. Darüber hinaus gibt es Abschnitte zum Beispiel in einer Palliativstation oder im Hospiz in Hannover, in der stationären Altenpflege, in einer Reha-Klinik oder in der Gesundheits- und Krankenberatung. Theoretische Aspekte werden in der Krankenpflegeschule des Friederikenstiftes in Hannover vermittelt. Diese Kooperation bringt nicht nur nach Auffassung von Schwester Karin viele Vorteile für die Auszubildenden: Sie lernten zwei Krankenhäuser kennen, müssten von vorn herein über den eigenen Tellerrand hinausblicken. Auch die Ausbildung in einem vergleichsweisen kleinen Krankenhaus wie dem Bückeburger werde von den meisten Schülerinnen und Schülern positiv gesehen. Ihre persönliche und individuelle Betreuung sei besser als in großen Häusern. Dafür sorgen neben der Ausbildungskoordinatorin Anleiterinnen und Mentoren auf jeder Station. Als positiv empfunden wird auch der diakonische Ansatz eines kirchlichen Hauses. So sind in den Unterricht auch anthropologische Ansätze der Human-, Sozial- und Geisteswissenschaften einbezogen. Vereinfacht: Auch das "Menschliche" kommt nicht zu kurz, findet seinen Platz neben moderner "Apparate- medizin". Wer sich für das Krankenhaus Bethel als Ausbildungsstätte entscheidet, lernt zwar in einem kleinen Haus, muss aber auf breite Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten nicht verzichten. Bei entsprechender Qualifikation wird zum Beispiel bereits in der Ausbildung der Einstieg in ein begleitendes Fachhochschulstudium angeboten. Am Ende kann der Abschluss eines "Bachelor of Nursing" erworben werden. Eine spätere Spezialisierung ist beispielsweise innerhalb der einzelnen Fachabteilungen wie Anästhesie oder Intensivmedizin möglich, kann aber auch über Studiengänge wie Pflegepädagogik oder Pflegemanagement erfolgen. Damit eröffnen sich Berufschancen weit über die eigentliche Krankenpflege hinaus. Ursula Reimann-Zell: "Unsere Fachkräfte sind zum Beispiel auch in der Industrie gefragt." Auch Selbstständigkeit sei eine Option. Auf gute Berufsaussichten im Ausland weist darüber hinaus Karin Kischnick hin. Doch ihre Erfahrung zeigt: Selbst wer einmal die Klinik gewechselt habe, komme gerne nach Bückeburg zurück - nicht zuletzt wegen der Überschaubarkeit des Hauses und des guten Betriebsklimas. Informationen zur Ausbildung im Krankenhaus Bethel bietet die Internetseite www. krankenhaus-bethel.de . Es können jederzeit Informationsgespräche mit der Klinik vereinbart werden, auch Praktika werden angeboten.




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