×
Bückeburg an der Ausbildungsentschädigung von 50.000 Euro beteiligt

Armine Thilo Versick bringt dem VfL 15.000 Euro in die Vereinskasse

von peter blaumann

Fußball. Dienstagabend 21.27 Uhr in der Schüco-Arena in Bielefeld! In der Bundesliga-Partie zwischen Arminia Bielefeld und Energie Cottbus verlässt Daniel Halfar das Spielfeld und Thilo Versick betritt vor 18.200 Zuschauer beim Stande von 1:1 als Profi zum ersten Mal die Bundesliga-Bühne. Da der 22-jährige Stürmer auch 18 Monate in derA-Jugend des VfL Bückeburg kickte, bedeutet diese Einwechslung des jungen Profis auch ein Geldregen für den Traditionsverein aus Bückeburg. Thilo Versick ist am 27. November 1985 geboren und seit dem 1. Januar 2008 Fußball-Profi beim DSC Arminia Bielefeld. Beim VfL Bückeburg hat er vom 1. Januar 2003 bis zum 30. Juni 2004 in der Niedersachsenliga-A-Jugend gespielt. Weitere Stationen waren RW Maaslingen (Landesliga Westfalen) vom 1. Juli 2004 bis zum 30. Juni 2006 und die Amateure des DSC Arminia Bielefeld (Oberliga Westfalen) vom 1. Juli 2006 bis zum 31. Dezember 2007. Am Dienstagabend wurde Thilo Versick beim 1:1 von Arminia Bielefeld gegen Energie Cottbus in der 72. Minute für Daniel Halfar eingewechselt und hat damit sein erstes Bundesliga-Spiel als Lizenzspieler absolviert. Sein Bundesliga-Debüt hatte er zwar bereits in der vergangenen Saison am 7. Dezember 2007 bei der 1:6-Niederlage von Arminia Bielefeld bei Borussia Dortmund gegeben, damals war er aber noch Vertragsamateur, sodass die Regelung zur Ausbildungsentschädigung damals noch nicht gegriffen hat. Wenn ein Lizenzspieler vor seinem 23. Geburtstag sein erstes Spiel in der Bundesliga oder 2. Liga absolviert, bekommen sein sogenannter "Vaterverein" (der Verein, in dem er mit dem Fußballspielen begonnen hat und in dem er mindestens drei Jahre gespielt haben muss) und die Vereine, in denen er in den vergangenen fünf Jahren vor dem Profi-Vertrag gespielt hat, eine Ausbildungsentschädigung. Diese wird gespeist aus einem freiwilligen Solidaritätspool, den die Deutsche Fußball-Liga eingerichtet hat, um die Ausbildung von Profis in den Amateurvereinen zu würdigen. Für einen Erstliga-Spieler werden 50.000 Euro gezahlt, für einen Zweitliga-Spieler 25.000 Euro. 50.000 Euro für drei Vereine In Versick's Fall bedeutet das: Thilo Versick hat keinen "Vaterverein", da er in seinem allerersten Verein nur zwei statt der geforderten drei Jahre gespielt hat, sodass die 50.000 Euro unter den Vereinen aufgeteilt werden, in denen er in den vergangenen fünf Jahren gespielt hat. Das waren 18 Monate beim VfL Bückeburg, 24 Monate bei RW Maaslingen und 18 Monate bei den Amateuren von Arminia Bielefeld. Der VfL Bückeburg erhält demnach 15.000 Euro, RW Maaslingen 20.000 Euro und die Amateure von Arminia Bielefeld 15.000 Euro. VfL-Präsident Martin Brandt wurde von dieser Nachricht während eines Bummels auf dem Kurfürstendamm in Berlin völlig überrascht: "Ich habe die Einwechslung von Thilo Versick im Fernsehen gesehen und wusste auch, dass Thilo bei uns in der A-Jugend einige Zeit gespielt hatte, aber dass wir an diesem Geldregen beteiligt sein könnten, damit habe ich nicht gerechnet. Es zeigt sich einmal mehr, dass sich eine zeitintensive und kostspielige Jugendarbeit doch lohnt. Das Geld können wir gut gebrauchen, denn wir haben gerade einen neuen "Bulli" für 30.000 Euro angeschafft, mit dem der Nachwuchs zu den Auswärtsspielen fährt. Nach meiner Rückkehr aus Berlin werde ich mich gleich darum kümmern, damit wir auch bald über das Geld verfügen können!"




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt