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Ardagh-Betriebsratschef geht in den Ruhestand

BAD MÜNDER. Einen großen Aufwand zu seinem Abschied wünschte sich Hans-Georg „Schorse“ Diekmann nicht, denn ein bisschen Wehmut trägt er schon. Immerhin gehörte sein halbes Leben ganz der Firma, oder aber den Kollegen der Glashütte. Im Juni geht Diekmann nun in den Ruhestand.

Ardagh-Geschäftsführer Jens Schaefer (rechts) und Personaldirektor Matthias Frank (v.l.) mit Hans-Georg Diekmann und seinem Nachfolger Stefan Rüter. Foto: Mensing

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Gert Mensing Reporter

Im Rahmen der Gesamtbetriebsratskonferenz der Ardagh-Group im Wilhelm-Gefeller-Bildungszentrum am Deister gab es jetzt die Möglichkeit, Diekmann vor einem großen Publikum zu verabschieden. Immerhin waren aus allen acht Deutschland-Werken die Arbeitnehmer-Vertreter ins Deister-Sünteltal gereist. Aber auch die Geschäftsführung mit Geschäftsführer Jens Schaefer und Personaldirektor Matthias Frank waren ins Gewerkschaftsinstitut gekommen.

Diekmann war 1977 zur Glasindustrie in der PLM-Glashütte gekommen, nachdem er 1970 eine Ausbildung zum Elektroinstallateur abgeschlossen hatte. Schon zehn Jahre später war er Mitglied der Tarifkommission Rhein Weser.

Im Jahre 2002 schließlich wurde er Betriebsratsvorsitzender im Werk Bad Münder, schon ein Jahr später folgte die Berufung als Vertreter der Ardagh Glass in den Europäischen Betriebsrat, 2004 trat er dem Aufsichtsrat des Unternehmens bei. Ab 2006 fungierte er als Gesamtbetriebsratsvorsitzender und seit 2007 als Konzernbetriebsrat.

Nützlich dazu war 2010 und 2013 ein berufsbegleitendes Studium für interdisziplinäre Arbeitswissenschaften an der Leibniz Universität Hannover. Zudem ist Hans-Georg Diekmann seit 2002 ehrenamtlicher Arbeitsrichter in mehreren Funktionen in der IGBCE.

Welchen Stellenwert und Beliebtheitsgrad „Schorse“ Diekmann erreicht, wurde bei der Feier deutlich: Sogar einen Film hatten Kollegen über ihn erstellt, gespickt mit Interviews und Grüßen ehemaliger Mitstreiter. Schließlich war Diekmann auch ein wesentlicher Faktor, als es um die Standortsicherung ging. „Seit zehn Jahren haben wir keinen Personalabbau mehr in Bad Münder“, betont Stefan Rüter, der im Juni die Nachfolge Diekmanns antritt.

Besonders gewürdigt wurde darüber hinaus, dass das Werk Bad Münder inzwischen das profitabelste in ganz Deutschland ist.



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