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Hofreitschule gräbt die friedvolle Philosophie der Barockreitkunst aus

Archäologie für Pferdefreunde

Bückeburg (mig). Während im Hochleistung-Reitsport über verbotene Hilfsmittel diskutiert wird, zeigt die Fürstliche Hofreitschule, dass es auch anders geht: "Den Teilnehmern des Reitkunstseminars wird beispielsweise gezeigt, wie man Pferden gewaltfrei etwas beibringt", berichtet Wolfgang Krischke.

Einen ganzen Tag lernten die Teilnehmer aus ganz Deutschland (und Holland) in zahlreichen Vorträgen alles über "Die Schulen bey der Erden", die friedvolle Philosophie der barocken Reitkunst. In Vorträgen und praktischen Beispielen wurde Hintergrundwissen vermittelt, am praktischen Beispiel wurden die Schüler über die physiologischen Zusammenhänge aufgeklärt. Ein besonderer Glücksgriff war den Organisatoren mit Fachautor Klaus Scheele gelungen. Scheele hat das Buch "Reitkunst in der Renaissance und Barock" geschrieben und beschäftigte sich viele Jahre mit historischen Reitweisen. In Bückeburg verglich er die Reitweisen der Klassik, der Renaissance und des Barock. Ziel der Tagung sei "die barocke Reitkunst lebendig zu halten", erklärte Krischke. Schon im Barock hätten die Reiter ein großes Wissen um die Anatomie des Pferdes gehabt, "das ist leider in Vergessenheit geraten." Die Ergebnisse der Archäologie-Arbeit der Hofreitschule vermittelten die Hofbereiter in mehreren Einheiten. Die Teilnehmer lernten, wie die Tiere bisins hohe Alter beweglich bleiben, es wurde über den korrekten Sitz und Bahnfiguren gesprochen. Im praktischen Teil ließen Wolfgang, Kristin und Diana Krischke zunächst vorreiten- und korrigierten dann. Christin Krischke: "Bei Fehlern darf der Reiter nicht mit einer Strafe reagieren."




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