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In den neuen Räumen am 8. September / AOK-Gebäude an der Bahnhofstraße wird saniert

AOK zieht für ein Jahr in den Emerten um

Rinteln (wm). Das AOK-Gebäude an der Bahnhofstraße versinkt langsam im Wesersand und hat sich im Laufe der letzten 20 Jahre um 20 Zentimeter geneigt - ein Prozess, der jetzt gestoppt werden soll. Das Haus soll wieder auf ebenen Grund gestellt werden.

Dazu muss die AOK mitsamt ihren 40 Mitarbeitern umziehen. Ab dem 5. September, das ist ein Freitag, soll es losgehen, und am Montag, 8. September, geht der Kundenbetrieb imÜbergangshaus, Im Emerten 11, weiter - im Erdgeschoss. In dem Gebäudekomplex ist auch die Firma Ecobelt aus Porta Westfalica, Spezialist für Antriebslösungen und Zahnriemen, untergebracht. "Wir haben lange nach geeigneten Räumen gesucht", schilderten AOK-Regionaldirektor Werner Klein und Servicezentrumsleiter Friedhelm Krückeberg, "aber jetzt mit dem Gebäude im Emerten das ideale Übergangsdomizil gefunden. Es ist Platz genug in den Büros für alle Mitarbeiter, das heißt die Kunden behalten ihre Ansprechpartner vor Ort. Das Haus ist rund 500 Meter Luftlinie entfernt, daher für alle Kunden gut erreichbar. Es gibt genügend Parkplätze, und die Räume sind ebenerdig, somit auch für Senioren und Rollstuhlfahrer kein Problem." Einen weiteren Vorteil sieht Klein darin, dass die Büros in bestem Zustand sind, kaum Renovierungsarbeiten anfallen. Zuvor habe man sich Räume im ehemaligen Telekomgebäude in der Nordstadt angeschaut und festgestellt, dass dort die Büros praktisch seit den 80er-Jahren leer stehen und damit in einem entsprechenden Zustand sind. Nach dem Umzug der Mitarbeiter soll eine Fachfirma die Sanierungsarbeiten am AOK-Stammhaus an der Bahnhofstraße beginnen. Derzeit, schilderte Klein, habe man zwei Angebote auf dem Tisch liegen, es gebe nicht viele Unternehmen, die das Know-how haben, um ein Haus anzuheben. Unter den Angeboten sind solche von einer Firma aus Dortmund und von einem Unternehmen aus Hannover. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Praktisch um einen Zentimeter pro Jahr hat sich das historische Haus gesenkt, das 1876 als Logierhaus für Studenten errichtet worden ist. Nicht ganz so langsam, aber immerhin in einem Zeitraum von mehreren Wochen, soll das Haus nun wieder angehoben werden. Eine Sache für Spezialisten, die dafür 48 Betonpfähle im Keller in den Untergrund rammen wollen. Klein versicherte, das sei ein erprobtes Verfahren, die Firmen könnten auf entsprechende Reverenzen verweisen. Trotzdem sei natürlich offen, ob es Risse im Mauerwerk geben wird und wenn, wie groß die werden - "jedes Gebäude ist eben anders". Steht das AOK-Haus wieder waagrecht, werden auch die Innenräume modernisiert und zeitgemäßer gestaltet, die Außenfassade und das Dach saniert. Denn die Schieflage des Hauses hatte auch in den Innenräumen Konsequenzen - mehrmals mussten Fußböden angeglichen werden, damit sich die Möbel und Drehstühle nicht selbstständig machten. Klein und Krückeberg gehen davon aus, dass im September 2009 die Mitarbeiter wieder in ein dann rundum instandgesetztes Gebäude zurückkehren können.




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