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Antrag auf Tempo 30 vor Nienstedter Kita abgelehnt

NIENSTEDT. Tempo 30 vor Kindertagesstätte und Freizeitheim – mit dieser Forderung zur Verbesserung der Sicherheit von Kindern und älteren Menschen war der Ortsrat an die Straßenverkehrsbehörde herangetreten. Jetzt liegt das Ergebnis vor: Einer Reduzierung der zulässigen Geschwindigkeit wird nicht zugestimmt.

Der Kreuzungsbereich der Lauenauer Straße und des Auenwegs erfordert nach Auffassung der Straßenverkehrsbehörde keine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Foto: Mensing
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Die Änderung der Straßenverkehrsordnung Ende 2016 eröffnete den Kommunen grundsätzlich größere Chancen auf die Begrenzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit vor Einrichtungen wie Kindergärten oder Schulen. „Ein Automatismus zur Einrichtung ist damit aber nicht verbunden“, machte Ortsratsbetreuerin Sabine Skudera jetzt aber deutlich. Die kennt die Stellungnahme der Straßenverkehrsbehörde zum Antrag aus Nienstedt. Demnach müsse eine Entscheidung im Rahmen einer Gesamtabwägung getroffen werden.

Das „Unfalllagebild“ an der Einmündung des Auenweges in die Lauenauer Straße sei aber seit Jahren unauffällig. Bei Geschwindigkeitsmessungen mit Seitenradar seien weder auffällige Überschreitungen in der Höhe noch in der Quote festzustellen gewesen. Auch gebe es keinen direkten Zugang der Kita zur Lauenauer Straße – ein weiteres Kriterium, das untersucht wurde.

Als „nicht erheblich“ wurde auch die Verkehrsbelastung auf der Kreisstraße angesehen. „Erheblich“ sei sie ab 3000 Fahrzeugen pro Tag, gezählt wurden aber nur 946 Fahrzeuge. In der Begründung der Ablehnung weist die Straßenverkehrsbehörde darauf hin, dass zwar keine Ampelanlage zur Verfügung steht, sehr wohl aber die Straße im Bushaltestellenbereich sehr übersichtlich sei und dort gefahrlos überquert werden könne.

Zur Entscheidungsfindung machte sich ein Mitarbeiter der Behörde auch persönlich ein Bild von der Situation vor Ort und stellte dabei fest, dass Eltern ihre Kinder zumeist mit dem Auto zur Kita brachten, nur vereinzelt zu Fuß. Alleine zur Kita gehende Kinder beobachtete er nicht.



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