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Finanzausschuss einstimmig gegen erhöhte Friedhofsgebühren / Kostenanstieg sorgt für Unklarheit

Anteil der Urnenbestattungen enorm gestiegen

Obernkirchen (clb). Da die Friedhofsgebühren in den letzten Jahren konstant geblieben und auch mit den zukünftigen Prognosen zur Kostenentwicklung zu vereinbaren sind, hat der Finanzausschuss in seiner Sitzung am Montagabend die alte Satzung verabschiedet und einstimmig dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zugestimmt.

Die Grafik zeigt die rückläufige Entwicklung der Sargbestattunge

Wenn sich Verwaltungsausschuss sowie Stadtrat dem Beschluss ebenfalls anschließen, bedeutet das, dass die Friedhofsgebühren bis zum Jahr 2009 nicht steigen werden. Die letzte Änderung ist am 6. Mai 2004 in Kraft getreten, dabei wurden die Gebühren für die Kapellen- und Leichenkammernutzung, das Ausheben, Ausschmücken und Verfüllen von Erdgräbern sowie das Öffnen undSchließen ausgemauerter Urnengräber gesenkt. Die Gesamtkosten der Stadt lagen 2004 bei rund 177 000 Euro, 2005 bei 179 000 und 2006 bei 201 000 Euro. Irr itierend fand Horst Sassenberg (CDU) den Kostenanstieg vonüber zehn Prozent zwischen den Jahren 2005 und 2006. "Das sind 22 000 Euro mehr, wo kommen diese Erhöhungen auf einmal her?" Auch die Verwaltung, vertreten durch Astrid Semler sowie Wolfgang Seele, konnte sich diesen Anstieg nicht auf Anhieb erklären. Die genaue Aufschlüsselung der Kosten sowie Prüfung der Abrechnungen fand gestern statt und stand anschließend im nicht öffentlichen Verwaltungsausschuss zur Diskussion(ausführlicher Bericht folgt). Generell lässt sich erkennen, dass in der Bergstadt der Trend deutlich zu Urnenbestattungen geht. Im vergangenen Jahr lag der Anteil der Urnenbestattungen bei 60,77 Prozent - somit wurde die 60-Prozent-Grenze erstmals überschritten. Anfang der Neunziger Jahre gab es jährlich rund 100 Sargbeisetzungen sowie knapp 40 Urnenbestattungen; in den letzten Jahren haben sich diese Verhältnisse komplett verschoben. Zwischen 2004 und 2006 variiert die Zahl der Urnenbeisetzungen zwischen 60 und 79, der Anteil der Sargbestattungen ist auf 40 bis 50 gesunken. Wie es zu diesem deutlichen "Urnen-Trend" kommt, kann selbst die Verwaltung nicht sagen. "Vielleicht liegt es ja am geringeren Kostenaufwand", spekuliert Stadtkämmerer Seele.



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