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Die Zentrale wickelt alle Fahrten für Niedernwöhren und Nienstädt ab / Erst vier Fahrer für Sachsenhagen

Anrufbus ist kein Taxi

Samtgemeinden Niedernwöhren/Nienstädt. Die Abwicklung der Anrufbus-Fahrten für die Samtgemeinden Niedernwöhren und Nienstädt klappt reibungslos. Die Dispositionszentrale hat ihren Sitz in Niedernwöhren. „Mehr Arbeit haben wir natürlich, seit die Nienstädter mitmachen, aber Herr Warnecke macht das mit Links“, ist sich Erika Hoppe-Deter, Vorsitzende des Niedernwöhrener Anrufbusvereins, sicher. Manfred Warnecke ist der hauptamtliche Disponent und koordiniert die einzelnen Fahrten. Hoppe-Deter hat allerdings die Erfahrung gemacht, dass die Nienstädter häufig sehr spontan anrufen und deshalb manchmal eben Wartezeit in Kauf nehmen müssen. „Manche denken wohl, wir sind ein Taxi.“

Besser sei, bereits einen Tag vor der gewünschten Abfahrt anzurufen, sagt die Vorsitzende, und dann auch die Rückfahrtzeit anzugeben. Viele ließen sich zu einem Ziel chauffieren, wüssten aber nicht, wann sie wieder abgeholt werden wollen. Der Nienstädter Bus habe außerdem teilweise sehr lange Wege zurückzulegen. „Wir jagen da manchmal ganz schön hin und her“, berichtet Hoppe-Deter. Dennoch sei das Fahrgastaufkommen in Nienstädt nicht so groß, dass ein zweites Fahrzeug vonnöten wäre. „Das gibt die Auftragslage noch nicht her“, meint sie.

„Da muss man einfach mehr Reklame machen“, weiß sie aus Erfahrung. Seit 13 Jahren tourt der Anrufbus Niedernwöhren bereits durch die Samtgemeinde und das mit inzwischen vier Fahrzeugen und vor allem kostendeckend, wie Hoppe-Deter betont. Werbung gehöre dazu, weil es immer wieder neue potenzielle Kunden gebe. Und viele würden das Angebot tatsächlich noch nicht kennen, wie sie immer wieder feststelle.

Die Vorsitzende glaubt, dass die Zentrale zusätzlich die Koordination für die Samtgemeinde Sachsenhagen abwickeln könnte, wenn dort ein solches Verkehrsangebot entwickelt würde. Doch alles stehe und falle mit den ehrenamtlichen Chauffeuren. „Ich habe mittlerweile vier Fahrer für Sachsenhagen, das ist zu wenig. Wenn wir genug Fahrer kriegen, machen wir das sofort“, erklärt die Vorsitzende. Dieses Jahr muss der Anrufbus Niedernwöhren sich selbst drei neue Ehrenamtliche suchen. „Einige fahren schon zehn Jahre und sagen, jetzt hätten sie ihr Soll erfüllt“, begründet Hoppe-Deter. bab



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