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"Masterplan": Gastronomen machen sich Gedanken / Gourmet-Meile, Schachfeld und mehr Werbung

Anregung: Mit der Gartenpracht "wuchern"!

Bad Eilsen (tw). Der "Masterplan" für Bad Eilsen ist in aller Munde. Auch Gastronomen im Kurort haben sich Gedanken dar über gemacht, wie sich die Gemeinde ihren Gästen künftig noch attraktiver präsentieren kann. Erwin Sengebusch (Bistro an den Tennisplätzen) und Adelheid Tegtmeier (Café im Kurpark) sind sich einig: "Für die Vermarktung der Gartenanlagen wird viel zu wenig getan."

"Wir müssen mit dem Pfund wuchern, was wir haben - das ist der in der letzten Zeit sehr gepflegte Kurpark, um den Bad Eilsen von vielen Gemeinden im Umkreis beneidet wird und der zu allem Überfluss auch noch gratis begehbar sind", lobt Sengebusch. Der Gastronom hält wenig von - wie er sagt - "unbezahlbaren" Ideen wie derjenigen von Friedrich Winkelhake. Wie berichtet, schlägt der Chef des Heimat und Kulturvereins unter anderem vor, aus der Remise ein "Museum des 20. Jahrhunderts" zu machen. Sengebusch dagegen gibt sich "realistisch": "Auch mit einem schmalen Geldbeutel kann man im Kurpark noch eine Menge mehr machen", sagt er. Sein Vorschlag: "Mehr Attraktionen in den hinteren Bereich der Gartenanlagen bringen." In diesem Sinne "gut" sei der Vorstoß von Dagmar Söhlke gewesen, die den Bereich unlängst zum zweiten Mal im Rahmen eines Wochenend-Events zur Picknickwiese gemacht hatte. Was noch folgen müsse ist nach Meinung Sengebuschs die Anlage eines Schach-Feldes, das Aufstellen wenigstens einer ortsfesten Tischtennisplatte und die Anlage einer weiteren Boulebahn. Ziel müsse es sein, den Kurpark so attraktiv zu machen, dass Gäste seinetwegen sonntags sogar aus dem Umland anreisen - "wie das in den 70er- und 80er-Jahren war, als die Leute selbst aus Hannover nach Bad Eilsen kamen." "Gut", so der Gastronom, "wäre es auch, wenn die Gemeinde im Kurpark eine neue Veranstaltung etablieren würde - eine ,Eilser Gourmetmeile', die künftig einmal im Jahr parallel zum Musikfest stattfinden sollte". Es gebe wenigstens ein halbes Dutzend Gastronomen, die das ihrige dazu beitragen können. Weiteres Anliegen Sengebuschs: Möglichst schnell nach Eröffnung des geplanten Neukaufs dafür sorgen, dass der bisherige Edeka Aktiv-Markt vis a vis des Kurparks nicht lange leer steht. "Ich wünsche mir dort eine kleinteilige Ladenzeile, in der Dinge wie (Mode-)Schmuck und Geschenkartikel angeboten werden." Last, but not leastist es ein Anliegen des Gastronomen, dass der Masterplan dafür sorgt, Bad Eilsen besser an den öffentlichen Nahverkehr anzubinden - damit Gästen auch Bückeburg um Umgebung zum kleinen Preis erschlossen werden. Ganzähnlich wie ihr Kollege Sengebusch sieht Adelheid Tegtmeier die Problematik: "Für die Gartenanlagen muss viel mehr geworben werden - und wir brauchen dort mehr Veranstaltungen", sagt die Café-Pächterin. Sie ist überzeugt: "Die wenigsten Auswärtigen wissen, dass sie für den Eintritt in den Kurpark nicht zahlen müssen." Ein Bad Eilser Pluspunkt, der viel stärker publik gemacht werden müsse.Schlecht sei dagegen, das eben diese Auswärtigen den Zugang zum Kursaal wegen der "schlechten Beschilderung" nur schwer finden würden. Schlecht sei auch, dass in der vorgelagerten Musikmuschel viel zu selten Konzerte stattfänden. Der "Mühlenhof Express" aus Seggebruch etwa würde dort oft und gerne auftreten. Außerdem müssen nach Dafürhalten Tegtmeiers in den Gartenanlagen weitaus mehr Veranstaltungen stattfinden: Zum Beispiel die Frühjahrsausgabe des Bauernmarktes. "Ich habe sieben neue Aussteller an der Hand, die mangels Platz im Englischen Garten bislang nicht vertreten sind", sagt die Gastronomin.Darunter seien ein Anbieter von Kutschfahrten, ein Herrenausstatter mit einem "bezahlbaren Sortiment", ein Schlachter und der Betreiber einer Hüpfburg. Außerdem wünscht sich Tegtmeier als neues Event einen turnusmäßigen "Frühjahrsmarkt der heimischen Gastronomen". Die müssten im übrigen "viel mehr mit- als gegeneinander arbeiten", wie die Pächterin immer wieder betont. Auch eine Kommunikation unter den Kollegen finde so gut wie gar nicht statt.




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