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Anpacken – im wahrsten Sinne

Hamelspringe. Der Start ins neue Jahr ist häufig auch die Zeit des Aufbruchs. Die Ärmel werden hochgekrempelt, neue Aufgaben – oder auch auf die lange Bank geschobene Projekte – endlich angepackt. Auch die münderschen Ortsbürgermeister haben sich für das Jahr 2015 einiges vorgenommen.

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In Hamelspringe gibt es ein großes Projekt, das sich der Ortsrat „auf die Fahnen geschrieben hat“, wie Ortsbürgermeisterin Susanne Bubat-Hahn erklärt: die Renovierung und Restaurierung des gesamten Friedhofareals inklusive der Kapelle. Das Konzept haben die Kommunalpolitiker im vergangenen Jahr aufgestellt – mit Hilfe von Experten. „Und wer kennt sich in diesem Bereich besser aus als Bestattungsunternehmer?“ Ihnen habe man die Frage gestellt, woran es in der Kapelle hapert. Zusammengekommen ist eine lange Liste.

So müsse unbedingt die Lautsprecheranlage ausgetauscht werden und die Stühle, aus dem Jahr 1962 sollen saniert werden. „Innen muss gestrichen werden, genauso wie die Fenster von außen Farbe brauchen“, erklärt die Ortsbürgermeisterin. Dass das Gelände über keinen Kanalanschluss verfügt, wird auch der Ortsrat nicht ändern können, aber immerhin soll das vorhandene Plumpsklo aufgewertet werden. Es soll ein Platz entstehen, an dem man gerne auch einen Plausch hält. Besonders stolz ist Bubat-Hahn, dass „es uns gelungen ist, bei der Finanzierung komplett auf das Stadtsäckel zu verzichten“. Die Gelder stammen aus Ortsratsmitteln sowie von Sponsoren und Spendern. „Natürlich arbeiten wir in enger Absprache mit der Stadt zusammen“, erklärt Bubat-Hahn, schließlich müsse die Verwaltung die Aufträge erteilen. „Obwohl wir natürlich auch versuchen werden, so viel wie möglich in Eigenregie zu leisten.“

Die Werbetrommel dafür rühren möchte Bubat-Hahn auf den Jahresversammlungen der Vereine, die in den nächsten Wochen stattfinden, und die sie traditionell immer besucht. Und schon jetzt ist sie sich ganz sicher, dass die Bürger sie nicht im Stich lassen werden: „Ich habe das nie anders erfahren.“ Außerdem sei die Identifikation mit etwas selbst Geschaffenem viel höher. „Wir sind, was die Selbstverwaltung betrifft, gut aufgestellt“, sagt Bubat-Hahn stolz. Das zeige sich auch in vielen anderen Bereichen. Der TSV baue sich in Eigenleistung einen neuen Geräteschuppen und der Bürgerverein habe im Rahmen der Dorferneuerung viel Einsatz gezeigt, etwa bei dem Aufstellen neuer Bänke. Eine Arbeitsgruppe aktiver Rentner gehe jede Woche durch das Dorf, um zu sehen, wo es etwas zu tun gibt.

Bei den Flächen im Kern des Ortes, auf dem viele Gebäude abgerissen wurden, seien ihr zwar die Hände gebunden, „aber ich würde mir wünschen, dass dort wieder Leben einzieht.“ Und noch einen weiteren Wunsch hat die Ortsbürgermeisterin: Die Dorferneuerung gehe zwar dem Ende entgegen, aber sie hoffe, dass ein Teil der Straße Am Saubach noch saniert werden könne. „Ihr Zustand ist wegen der schweren Baufahrzeuge, die dort immer langgefahren sind, sehr schlecht.“col



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