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Gelungener Abschluss der "Poetische Momente"-Staffel des Kulturvereins / Frank Suchland für Humor zuständig

"Anke und die Seemannsbräute" sorgen für Rasanz ...

Bückeburg (dis). Shanties, Schlager und Lieder rund um das Meer waren zum Saisonausklang der "Poetischen Momente" in der ehemaligen Landfrauenschule angekündigt. Den drummigen Sound, mit dem "Anke und die Seemannsbräute" ihre Songs auf das Publikum überschwappen ließen, hatte allerdings wohl kaum jemand vorausgeahnt.

Mit ihrem dunklen Timbre nimmt Anke die Zuhörer mit auf die Fahr

Für Rasanz in der musikalischen Mischung sorgten vor allem die "Seemannsbräute" mit ihren Bass-Saxophonen. Sie umrahmten Ankes dunkle, an den einstigen Schlagerstar Lolita erinnernde Stimme mit sattem Sound und heißen Rhythmen, die zwar ins Blut gingen, aber nicht zum angekündigten Schunkeln anregten. Auf diese Weise machte sich das aus Berlin stammende Trio in ganz besonderer Manier auf die Fahrt durch eine Welt bekannter und teils bereits verblichener Melodien, die sich mit Vorliebe melancholischer Inhalte bedienten, aber auch den fröhlichen nicht absprachen. Mal schmachtend, mal zündend, spürte Anke wohlklingend den Qualitäten von "La Paloma", "Seemann, lass das Träumen", Morgensterns "Möwenlied" oder Brechts/Weills Seeräuber-Jenny aus der "Dreigroschenoper" nach und peppte ihre bunte Melodientüte mitHilfe der Partnerinnen so ungewöhnlich auf, dass man Altbewährtes manchmal kaum wiedererkannte. Dank instrumentaler Lautmalerei wurde übrigens der simple Song "Das kann doch einen Seemann nicht erschütttern" fast hitverdächtig. Durch Vorträge von überwiegend heiteren, satirischen Gedichten und Anekdötchen brachte der künstlerische Leiter der Veranstaltungsreihe, Frank Suchland, in den Verschnaufpausen für die geforderten Saxophonistinnen stimmgewandt eine gehörige Prise pikanter Würze auf die Bühne. Er garnierte Geistesblitze von Heinz Erhardt und Joachim Ringelnatz mit Witz und Ironie und demonstrierte, wie abgehackt sich solch Liebesgedichte nach der Rechtschreibreform anhören. Mit einer dicken Portion Schadenfreude und darstellerischem Talent widmete er sich später der misslungenen Handy-Mail-Abfrage während des (eigenen?) ungeliebten Auslandsurlaubs. Schwärzesten Humor präsentierte der künstlerische Tausendsassa danach bei der plastisch zitierten Ferienreise der Familie Krause. Zum Schluss zitierte Frank Suchland kleine Grundschüler, die sich in dem Buch "In Afrika ist immer August" auf drolligste Weise zum Frauentag am 8. März und einem Friedhofsbesuch geäußert haben. Da freut man sich doch schon jetzt auf die "Poetischen Momente" 2008.

Für Rasanz in der musikalischen Mischung sorgen vor allem die "S
  • Für Rasanz in der musikalischen Mischung sorgen vor allem die "Seemannsbräute". Fotos: bus


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