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Angst sorgt für geringe Kauflust

Landkreis (jcp). Unternehmen im Landkreis haben auf Anfrage den niedersachsenweiten Trend eines Rückgangs von Aufträgen und Umsätzen bestätigt. Dahinter wird zum Teil die allgemeine Verunsicherung im Zuge der Finanzkrise vermutet. Einige Unternehmer sehen aber auch lediglich die Fortsetzung bereits gesetzter Konjunkturtrends.

Der Geschäftsführer des Baucentrums Bückeburg, Marc Bingel, sieht im September und Oktober ein deutliches Minus bei den Einnahmen "vor allem im Vergleich zum Vorjahr". "Angst" ist für Bingel einer der Hauptgründe für die schwächelnde Konjunktur. "Die Folgen der Finanzkrise erscheinen vielen einfach zu unabsehbar. Da bewahren Konsumenten ihr Geld lieber unter dem Kopfkissen auf." Hinzu komme die Schaumburger Sondersituation abwandernder großer Arbeitgeber. "Wer keinen Job hat, baut oder saniert kein Haus", meint Bingel. "Wenn keiner mehr für irgendwas Geld ausgibt, sind wir bald alle arbeitslos", sagt Bingel. Das Unternehmen Debus B. + L. in Rinteln ist spezialisiert auf Betriebs- und Lagereinrichtungen. "Wir verzeichnen in diesem Jahr den ersten Rückgang bei den Aufträgen seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1991", erzählt Inhaber Rudolf Debus. Vor allem im Vergleich zu 2007 berichtet Debus von "erheblichen" Umsatzrückgängen. "Ursache ist sicherlich die allgemeine Verunsicherung im Zusammenhang mit dem, was in den vergangenen Monaten in den Zeitungen gestanden hat. Unternehmen sparen, schieben Projekte auf." "In Schaumburg spiegelt sich die Entwicklung Niedersachsens insgesamt wieder", ist IHK-Schaumburg-Geschäftsstellenleiter Martin Wrede überzeugt. Aus Gesprächen mit den großen Unternehmen im Schaumburger Land wisse er, dass Aufträge und Umsätze in ähnlichem Maße zurückgehen, wie eine IHK-Umfrage es gezeigt hat. "Daraus entsteht Unsicherheit um den Arbeitsplatz", sagt Wrede. "Private Investitionen wie Fernseher oder Autos werden aufgeschoben."



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