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Hospizverein will wissen: Wie würden Sie sterben wollen?

Angehörige in der Nähe - und keine Schmerzen

Rinteln (wm). Es ist eine Umfrage, die wie keine zweite zum morgigen Totensonntag passt: Der Rintelner Hospizverein hatte anlässlich der Gesundheitsmesse im Brückentorsaal von Besuchern wissen wollen, wie sie denn sterben möchten, und ihnen zur Beantwortung dieser Frage Walnüsse in die Hand gedrückt, die je nach Antworten in große Messbecher geworfen werden mussten. 197 Personen haben an dieser Aktion teilgenommen.

Für jede Antwort eine Walnuss im Glas. Foto: pr.

Gleichzeitig konnten die Befragten ihre Aussagen detailliert auf einem Fragebogen ankreuzen und dabei drei von neun Möglichkeiten auswählen, nämlich die, die ihnen persönlich am wichtigsten erschienen. Die Antworten hat Ingeborg Schumer jetzt ausgewertet. Danach wünschen sich von den 197 Befragten 141 Personen so wenig Schmerzen wie möglich, wenn sie denn sterben müssen, 106 Personen einen schnellen, plötzlichen Tod. 102 Personen wollen zu Hause, in ihrer vertrauten Umgebung ihre letzten Stunden erleben, 93 dabei ihre Angehörigen und Freunde in der Nähe wissen. 76 Personen wünschen sich, dass man ihnen ihren Zustand nicht verheimlicht, was auch bedeutet, sie möchten, dass ihnen die Ärzte die Wahrheit sagen. 66 Personen warfen ihre Nüsse in den Messbecher für die Rubik "bewusstes Sterben und Zeit zum Abschiednehmen". Erstaunlicherweise wünschten sich nur zwei Personen den "Einsatz aller medizinischen Mittel zur Lebensverlängerung" (das bedeutet im Umkehrschluss eine große Zustimmung zu Patientenverfügungen), zwei Personen hoffen auf ein "Dahindämmern ohne klares Wissen über das, was kommt", drei Personen wollen "im Krankenhaus betreut sein". Ingeborg Schumer sieht im Gesamtergebnis dieser spontanen Umfrage bei der Gesundheitsmesse vor allem eine Bestätigung der Arbeit des Hospizvereins, nämlich Menschen zu helfen, in ihrer vertrauten Umgebung, möglichst schmerzfrei, betreut von Angehörigen und Freunden sterben zu können.



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