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In Hameln besuchte der Autor Ernst Jünger ab Ostern 1912 die Schule – und nicht wenige Kneipen

An fröhliche Bierabende erinnerte er sich gern

Hameln. Die königliche Eisenbahndirektion hat zwischen Hameln und Hannover Sonderzüge eingesetzt. Schon Wochen vor dem Osterfest 1912 wirbt sie dafür in der Deister- und Weserzeitung. Wegen der milden Frühlingswitterung wird an den Osterfeiertagen starker Reiseverkehr erwartet. Dass es dann hagelt und graupelt und friert, mag der Eisenbahnverwaltung das Geschäft vermiest haben. Einer, den es trotz des winterlichen Wetters mit Sack und Pack in die Rattenfängerstadt zieht, ist Ernst Jünger. Hier hat er einen wichtigen Termin an der Gröninger Straße: An der Oberrealschule und dem Gymnasium muss er am letzten Ferientag zur Aufnahme antreten. Um 9 Uhr treffen sich die neuen Schüler in der Aula. Im Gepäck hat der 17-Jährige seine Geburtsurkunde und den Taufschein, den Impfschein und ein Abgangszeugnis seiner Wunstorfer Schule. Ob Jünger an diesem Morgen wohl pünktlich ist? Immerhin interessiert er sich für kaum etwas weniger als für die Schule.

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Autor:

Julia Marre


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