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Umbau der Bushaltestellen: Die Stadt nimmt eine wichtige Zuschuss-Hürde in Hannover

"An der Zahl der Benutzer scheitert es nicht"

Obernkirchen (rnk). Die Mitfahrer sind gezählt, die Anträge gestellt: Für den Umbau der beiden Bushaltestellen erhofft sich die Stadt Zuschüsse über die Landesnahverkehrsgesellschaft. Doch dafür sind Zahlen notwendig. Seit der letzten Woche verfügt die Stadt über die Zahl der Busbenutzer. Bei der Landesnahverkehrsgesellschaft werden sie als "ausreichend" eingestuft.

Anfang Oktober wurde gezählt, wie viele Menschen den Bus benutzten. In Fahrtrichtung Stadthagen stiegen 125 Personen ein, 60 aus und fünf um. In Richtung Rinteln, wo einen Tag später gezählt wurde, sind es 70 Einsteiger, 140 Aussteiger und fünf Umsteiger. Der Umbau steht schon seit einigen Jahren auf der Wunschliste von Politik und Verwaltung. Angesichts der knappen Finanzen möchte die Stadt auf Zuschüsse zurückgreifen. Im Frühjahr 2006 wurde daher beim Landkreis ein entsprechender Antrag eingereicht, Haltestellenmaßnahmen werden aus Stadthagen bis zu 35 000 Euro Gesamtsumme gefördert. Maximal 56 897 Euro sollten die Kosten laut Antrag betragen, eine Bezuschussung bis zu 90 Prozent wurde vom Landkreis bewilligt. Zahlen, die sich nicht halten ließen. Ende Januar dieses Jahres legte ein Ingenieurbüro eine Kostenberechnung vor, die deutlich höher ausfiel. 45 000 Euro Kosten für die Umbaumaßnahme vor der Post, 35 000 Euro vor der Bushaltestelle Polizei, dazu kommen noch Ingenieurkosten von 14 000 Euro. Unter dem Strich waren es 95 000 Euro, denen der bewilligte Zuschuss gegenüberstand, auf die Stadt wären demnach 45 000 Euro zugekommen, die selber finanziert werden müssten. Die Förderrichtlinien des Landkreises schreiben indes vor, dass Maßnahmen an Haltestellen, die über 35 000 Euro kosten, möglichst durch Dritte zu fördern sind. Und das ist in diesem Fall die Landesnahverkehrsgesellschaft, bei der die Stadt zumindest eine grundsätzliche Antwort erhielt: Ja, eine Förderung sei möglich. Und der Zuschuss richtet sich nicht allein nach der Zahl der Nutzer, der Busfahrer also, heißt es aus der Pressestelle der Landesnahverkehrsgesellschaft, sondern auch nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Aber 200 Menschen, die täglich den Bus nutzten würden, so erklärt Pressesprecherin Kerstin Heinemann, "das wird tendenziell ausreichen, um in den Genuss einer Förderung zu kommen". Ander Zahl der Benutzer, "daran wird es nicht scheitern". Wie es weitergeht, erklärt Heinemann so: Ende des Jahres setze sich der Aufsichtsrat zusammen, der die Entscheidungen treffe. Bis dahin seien auch die Umbaupläne geprüft: "Welche Maßnahmen sind vorgesehen? Machen sie Sinn? Sind die Maßnahmen zu groß, oder zu klein?" umreißt die Pressesprecherin die Kriterien. In der zweiten oder dritten Kalenderwoche würden dann die Kommunen informiert, ob und wie viel Zuschuss sie bekommen würden. Heinemann: "Mit den Zahlen hat die Stadt eine wichtige Hürde genommen."




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