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An Öffnungszeiten im Rohmelbad ist nicht zu rütteln

BAD MÜNDER. Der Ärger um die Öffnungszeiten des Rohmelbades reißt nicht ab. In den sozialen Netzwerken gibt es bei den Münderanern kaum ein Thema, über das mehr diskutiert wird. Vor allem die „Flexibilität“, die die Stadt zugesagt hat, wird vermisst.

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Autor:

Mira Colic

So kursieren immer wieder Fotos von Besuchern, die bei schönem Wetter um 10 Uhr vor dem Freibad stehen – dies aber erst um 11 Uhr öffnet. Eine für alle befriedigende Lösung scheint sich nicht abzuzeichnen.

Wie berichtet, sind die erhöhten Personalkosten bei einer Ausweitung der Öffnungszeiten der Knackpunkt, wie Bürgermeister Hartmut Büttner erklärt. Dabei geht es um knapp 24 000 Euro – bei einem Stundenlohn von 17,50 Euro für eine Fachkraft und einen Rettungsschwimmer. „Auch bei Änderung des Dienstplanes wird für eine entsprechende Verlängerung der Öffnungszeiten die Einstellung zusätzlichen Personals erforderlich sein, insbesondere im Bereich der Fachkräfte“, heißt es auf die Anfrage von ProBürger-Chef Helmuth Mönkeberg.

„Selbst wenn wir mehr Geld investieren wollen würden, gestaltet sich die Suche nach Fachkräften schwierig“, erklärt Büttner. Auf dem Markt gebe es ohnehin wenig ausgebildete Schwimmmeister, „und für die Fachkräfte ist eine Anstellung in einem Hallenbad natürlich attraktiver als eine Badesaison von 16 Wochen“. Man habe vor der Saison nach einem dritten Bademeister statt eines Rettungsschwimmers gesucht, „aber der Markt ist faktisch leer gefegt“.

Rechtlich stehe einer Unterstützung seitens der DLRG nichts im Wege, „aber nicht umsonst muss sich auch das Freibad in Bakede auf dem Arbeitsmarkt nach Mitarbeitern umsehen, weil der Ortsverein eine Aufsicht nicht leisten kann“, so Büttner. Im Fachausschuss war die Idee, die Ehrenamtlichen mit ins Boot zu holen aufgekommen, so wie es auch in Coppenbrügge betrieben wird. Im Gespräch mit der NDZ hatte der Vorsitzender der DLRG aber abgewunken, die Zahl der Rettungsschwimmer reiche nicht aus.

Eine Möglichkeit, um Besucher rechtzeitig über veränderte Öffnungszeiten informieren zu können, würde er sich auch wünschen, so Büttner. Derweil gebe es in der Verwaltung Ideen, etwa über den mobilen Nachrichtendienst „WhatsApp“ Änderungen an angemeldete Nutzer verschicken zu können.

Um eventuell Einsparungen bei den Energiekosten zu erreichen, sollte die Klimaschutzagentur Weserbergland mit einer energetischen Untersuchung beauftragt werden – dieser Antrag von ProBürger hatte allgemeine Unterstützung gefunden. Ein erster Ortstermin hat bereits stattgefunden. Im ersten Schritt prüfe die Klimaschutzagentur derzeit, ob es überhaupt Sinn habe, ein entsprechendes Energieeffizienzgutachten zu erstellen. Schließlich beabsichtige die Stadt in absehbarer Zeit ohnehin eine Erneuerung der Wasseraufbereitungsanlage. Zudem forderte die Politik auch, die Kosten für ein solches Gutachten vorab zu erfahren.

Allerdings haben die Experten bereits ihre Bewertung zu einem Blockheizkraftwerk abgegeben. Aufgrund der kurzen Öffnungsmonate (Mai bis September) und dem Vorhandensein einer Solarabsorber-Anlage, bewerte die Klimaschutzagentur den Einsatz eines solchen Kraftwerkes „als nicht rentabel“.



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