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Am Pranger: Die Geschichte der münderschen Gerichtsbarkeit

BAD MÜNDER. Bad Münders bewegte Geschichte – Klaus Kork nimmt sie immer wieder gefangen. Jetzt hat sich der Stadtführer, der sich bereits als Türmer oder Söltjer verdient gemacht hat, ein weiteres Thema ausgewählt: Er stellt die Entwicklung der münderschen Gerichtsbarkeit vor, die nicht selten am Prager landete.

Mit Unterstützung des Heimatbundes sind Texte zur Gerichtsgeschichte auf einer Info-Tafel nachlesbar. Bürgermeister Hartmut Büttner (v.r.), KVV-Vorstandsmitglied Karsten Katz und Klaus Kork stoßen bei der Einweihung an. Fotos: Rathmann
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Und einen Pranger hat Kork auch als Symbol gewählt – der massige Pfahl mit Halseisen an einer Kette wurde am Montag neben einer Informationstafel am Thieplatz an der Osterstraße eingeweiht.

Kork hatte dazu Geschäftsleute, Gastronomen und Vertreter der Institutionen und Vereine eingeladen, die ihn bei seinem Projekt finanziell und ideell unterstützt hatten. Rund zwei Jahre habe es gedauert, bis er alle Genehmigungen beisammen hatte, Versicherungsfragen geklärt waren und der Pranger aufgestellt war. Einen Eindruck von dem, was Kork zur Entwicklung der Gerichtsbarkeit im mittelalterliche Bad Münder, zu außergewöhnlichen Prozessen und markanten Standorten wie Gefängnissen, Zellen, Gerichtsplätzen oder dem eigentlichen Pranger-Standort an der Marktstraße berichten kann, stellte er den Gästen der Tafel-Enthüllung bereits vor.

Bürgermeister Hartmut Büttner griff diesen Aspekt auf, dankte Kork für seinen Einsatz und verschwieg nicht, dass er mit der Vorstellung, wieder einen Pranger in Bad Münder aufstellen zu lassen, zunächst so seine Probleme hatte. „Mit dem Thieplatz ist jetzt ein guter Platz gefunden, wenn auch nicht der historisch richtige Ort“, erklärte der Bürgermeister. Er stellte die Bedeutung der Führungen Korks auch für Tourismus und ihre Binnenwirkung heraus. Karsten Katz als Vertreter des KVV, der die Verkehrssicherungspflicht übernimmt, dankte Kork ebenfalls für die „zusätzliche Bereicherung“.

Klaus Kork stellt Unterstützern das Projekt am Thieplatz vor.


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