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Baumpark mit Bänken und heimischen Pflanzen soll entstehen / Verbindungsweg zum Allersiek?

Alter Friedhof: Erster Spatenstich in wenigen Tagen

Todenmann (clb). Sobald die Witterungsverhältnisse besser sind und das Thermometer steigt, rückt ein Team vom Rintelner Baubetriebshof an, um Todenmanns altem Friedhof ein neues Gesicht zu verpassen. Heimische Bäume sollen gepflanzt, Bänke aufgestellt, eventuell sogar noch ein kleiner Weg geschaffen werden.

Rund ein Jahr nachdem die Ortsratsmitglieder Pläne zur Reaktivierung des alten Friedhofes sowie zur Errichtung eines Baumparkes geschmiedet haben und die CDU/FDP-Fraktion eine Bürgerbefragung ins Leben gerufen hat, hat die Stadt nun grünes Licht für einen reinen Baumpark gegeben. Somit sind die ursprünglichen Pläne zur Urnenbestattung aufdem alten Friedhof endgültig vom Tisch. Etwas enttäuscht ist Ortsbürgermeister Uwe Vogt, der sich von Anfang für eine kombinierte Variante stark gemacht hatte, schon. "Ich hätte da lieber Urnen draufgehabt, aber ich verstehe natürlich, dass der Arbeits- und Kostenaufwand zu groß gewesen wäre", erklärt er. So haben Stadt und Ortsrat einen Kompromiss gefunden und mit dem Bauhof Kontakt aufgenommen. Vor drei Wochen fand eine Ortsbegehung statt, bei der sowohl der alte als auch der neue Friedhof besichtigt und notwendige Maßnahmen besprochen wurden. Für den alten Friedhof hat Landschaftsgärtner Klaus-Ulrich Hartmann in Absprache mit den Todenmannern Planungsentwürfe erstellt - der erste Spatenstich soll in wenigen Tagen erfolgen. Am neuen Friedhof soll die abgebrannte Hecke komplett weggenommen, geschreddert und durch eine neue ersetzt werden. Auch soll einer der undichten Wasserbehälter ausgetauscht und die Hecke an der rechten Friedhofsseite geschnitten werden. Desweiteren können sich die Ortsratsmitglieder vorstellen, einen Teilbereich des neuen Friedhofes für Rasengräber zu verwenden. Bei dieser Sorte von Gräbern befindet sich die Platte ebenerdig im Boden, sodass der Rasen rundherum problemlos gemäht werden kann. Einen Grabstein gibt es bei dieser Bestattungsform nicht, die Namen und Daten der Verstorbenen sind stattdessen auf der Platte dokumentiert. SPD-Fraktionssprecher Klaus Helmentag dazu: "In anderen Dörfern - wie zum Beispiel in Exten - gibt es schon Rasengräber, auch wir wünschen uns solche für Todenmann." Ohnehin habe sich die Bestattungskultur verändert, Angehörige und Kinder würden wegziehen, Gräber teilweise immer mehr verwahrlosen. Zudem wollen sich die Ortsratsmitglieder langfristig für einen Bereich von anonymen Gräbern auf dem neuen Friedhof einsetzen. Ortsbürgermeister Vogt hat inzwischen einen entsprechenden Antrag gestellt - eine Antwort von der Stadt hat er bislang jedoch noch nicht erhalten... Einen Wunsch für den alten Friedhof haben die Todenmanner Politiker trotzdem noch: "Wir möchten vom Friedhofsgelände über die angrenzende Wiese eine Verbindung zum Allersiek in Richtung Dankerser Wald schaffen", erklärt Klaus Helmentag. "Es wäre schön, wenn wir da einen Erlebniswanderweg errichten könnten, um auch dem Tourismus etwas Attraktives zu bieten", stellt der SPD-Fraktionsvorsitzende die Zukunftsvisionen des Ortsrates vor, macht jedoch gleichzeitig darauf aufmerksam, dass diese Verbindung nicht so leicht umzusetzen sei, da die geplante Strecke über ein Privatgrundstück führe. Deshalb sollen jetzt erste Gespräche mit den Besitzern stattfinden.




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