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Altenheime ohne Sorgen um neue Kunden

Den mahnenden Appellen, die für die nahe Zukunft einen Pflegenotstand prognostizieren, widersprechen weder die Heimleiter der stationären Pflegeeinrichtungen noch die Führungskräfte von ambulanten Pflegediensten. Aber alle relativieren den aktuellen Zustand in der heimischen Region. Denn der ist – verglichen beispielsweise mit größeren Städten – noch ausgesprochen komfortabel, wie zum Beispiel der Heimleiter des Altenpflegeheims St. Monika, Michael Jungnitz, feststellt: „Das Angebot an Plätzen in den Pflegeeinrichtungen in unserer Region ist ausgesprochen gut.“ Während in Hameln für 10 Bürger über 65 Jahre ein Heimplatz zur Verfügung steht, seien es beispielsweise in Wolfsburg 26 Bürger für einen solchen Platz in einer stationären Einrichtung. Und wer aufmerksam durch das Weserbergland fährt, wird gleich mehrere Baustellen finden, auf denen neue Pflegeheime entstehen. Und auch bei den ambulanten Pflegediensten sind noch freie Kapazitäten. Die Pflegedienstleiterin des ambulanten Pflegedienstes der Hamelner Paritäten, Annelies Fischer: „Ganz aktuell haben die Anfragen etwas nachgelassen.“ Konkurrenz belebt das Geschäft, tönt der Volksmund. Dass Automobilhersteller, Versicherungsgruppen und Hersteller von Erfrischungsgetränken über Qualität und Preis um Kunden wetteifern, ist nichts Neues. Stationäre Pflegeeinrichtungen sollten jedoch angesichts der demografischen Entwicklung nicht um Kunden buhlen müssen, könnte man meinen.

Autor:

Matthias Rohde


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