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Mit einem Festakt feiert das Josua-Stegmann-Heim sein 40-jähriges Bestehen / Pylone enthüllt

Altenheim ein "Juwel in der Landeskirche"

Stadthagen (ssr). Mit einem dreistündigen Festakt hat das Josua-Stegmann-Heim in Stadthagen gestern sein 40-jähriges Bestehen gefeiert. Das evangelische Alten- und Pflegeheim sei ein "Juwel in der Landeskirche", würdigte Landesbischof Jürgen Johannesdotter vor den 120 geladenen Gästen.

Aus einem orangefarbenen Kreuz erwächst ein Herz, dessen Umrisslinie dadurch gleichsam wie in einer Schleife gebunden wirkt. Das ist das Motiv des neuen Logos der Einrichtung. Dies ziert auch eine meterhohe Pylone vor dem Heim, die anlässlich des Festaktes enthüllt wurde. "Das Logo soll die Verbindung zwischen Pflegekräfen und Gepflegten symbolisieren", kommentierte Hans-Bernhard Fauth, der Vorsitzende des Trägervereins. "Hier ist drin was draufsteht", knüpfte Johannesdotter in seinem Grußwort daran an: "Der Geist christlicher Liebe machen das Herz dieser diakonischen Einrichtung aus." Allen Mitarbeitern sei besonders wichtig, dass die Bewohner hier "Heimat und Geborgenheit finden". Heimleiter Michael Koller drückte das Selbstverständnis so aus: "Der Motor für unsere ständige Weiterentwicklung seit 40 Jahren ist es, der Sehnsucht der zu Pflegenden nach Nähe und Anerkennung möglichst gut zu erfüllen." Um "für alte Menschen ohne Familie eine Heimstatt zu schaffen", hatte der damalige Oberprediger Karl Wolperding 1963 vor Ort auf eine neue gesellschaftliche Entwicklung reagiert, den Trägerverein gegründet und kräftig Spenden gesammelt. Nach seiner Einrichtung im Jahr 1968 fungierte das Heim mit seinen damals 80 Plätzen zunächst ganz überwiegend als Altenwohnheim - es gab nur vier Pflegebetten. Wie umwälzend sich der Bedarf geändert hat, zeigt die Tatsache, dass das Heim heute mit seinen 129 Betten und 110 Mitarbeitern eine reine Pflegeeinrichtung ist. Für Senioren, die ihr Leben eigenständig regeln können, ist vor acht Jahren direkt nebenan eine Anlage für betreutes Wohnen für rund 100 Mieter errichtet worden. Mit Respekt bewertete Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier die Qualität des kirchlichen Heims. Zu dessen zeitgemäßer Erweiterung hatte der Landkreis vor 15 Jahren einen maßgeblichen Beitrag geleistet, als er die auf dem dafür benötigten Gelände stehende Volkshochschule verlegte. "Dabei war die unser ganzer Stolz gewesen", fügte er schmunzelnd hinzu. Die stellvertretende Stadthäger Bürgermeisterin Merve Neumann-Tietzer dankte vor allem den vielen Ehrenamtlichen, die im Heim tätig sind. In einem Festvortrag stellte Anja Jäger-Beckhelling vom niederländischen "Institut für mäeutische Entwicklung in der Pflegepraxis" das gleichnamige neue Pflegekonzept vor, das derzeit im Josua-Stegmann-Heim Einzug hält. Viel stärker als bisherige Ansätze soll es Fähigkeiten und Kräfte der zu Pflegenden hervorlocken. Hinweis: Für Sonnabend, 30. August, von 10.30 bis 17 Uhr lädt das Josua-Stegmann-Heim die Öffentlichkeit zu einem Tag der offenen Tür ein.




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