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SZ/LZ-Serie: „Pflege im Alter“: Heute „Betreutes Wohnen“

„Alte Feuerwehr“ einzigartig

Rinteln. Wenn man sich nicht mehr zutraut, allein in der Wohnung zurecht zu kommen, aber nicht in ein Alten- und Pflegeheim ziehen möchte, dann ist das „Betreute Wohnen“ eine sehr gute Alternative. „So viel Selbstständigkeit wie möglich und so viel Hilfe wie nötig“ – das ist die Philosophie in der Seniorenanlage „Alte Feuerwehr“ in der Schulstraße. Diese Anlage ist das einzige Angebot „Betreutes Wohnen“ in Rinteln.

Autor:

Peter Blaumann

Mitten in der historischen Altstadt in zentraler Lage am Rand der Fußgängerzone bieten insgesamt 44 individuell und großzügig geschnittene Wohnungen modernen Komfort und Service. „Zwölf Wohneinheiten sind für Ehepaare ausgelegt und 32 für Einzelpersonen“, berichtet Hausdame Daniela Jung.

„Sie haben eine Fläche zwischen 45 und 75 Quadratmetern. Alle verfügen über Wintergarten, Balkon oder Loggia. Eine Garage und ein Kellerraum zählen ebenfalls dazu. Es gibt sogar vier Penthouse-Wohnungen. Die Wohnungen sind aufgeteilt in ein Wohn-/Essbereich, Schlafzimmer, Küche, Bad, Diele und Abstellraum.“

Die Seniorenanlage ist sensibel auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt. Sämtliche Wohnungen sind über Fahrstühle erreichbar, alle Wohnungen sind barrierefrei und mit einem Notrufsystem ausgestattet. Ein kommunikativer Veranstaltungsraum, der auch für Familienfeiern genutzt werden kann, und eine gemütliche Teeküche bilden einen Mittelpunkt in der Anlage. Ein zweiter Mittelpunkt ist in den Sommermonaten der schön angelegte Innenhof.

Die Wohnform „Betreutes Wohnen“ besteht aus einem Mietvertrag für eine Wohnung und einer separaten Betreuungspauschale. Im Bereich der Betreuung handelt es sich um eine Grundversorgung. „Zu den Grundleistungen gehören Auskunft und Beratung in Fragen des täglichen Lebens, Organisation der hauswirtschaftlichen Versorgung, Förderung von Nachbarschaftskontakten und der Hausgemeinschaft, Hilfe bei der Organisation der ärztlichen Versorgung, beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen, bei der Vermittlung von Krankengymnasten und Ergotherapeuten und Einiges mehr“, zählt Daniela Jung auf.

Die Hausdamen sind während der Arbeitszeit jederzeit für die Anliegen der Bewohner ansprechbar, organisieren Angebote und Aktivitäten mit musischen, gymnastischen, geselligen, geistigen und religiösen Inhalten sowie Feste und Feiern. Regelmäßige Zimmerbesuche bei allen Bewohnern mit wenig sozialen Kontakten, Einzelgespräche mit dem Zweck der Integration, Beratung und Aktivierung, Fahrten zu Ärzten, Therapeuten, Friseur und Einkaufen gehören ebenfalls zum breiten Spektrum der Angebotspalette.

Der Mietpreis pro Quadratmeter beträgt 6,50 Euro. Dazu kommen Nebenkosten pro Quadratmeter von 1,35 Euro und eine Sozialstations-Pauschale von 125 Euro für eine Person im Monat. Ein Ehepaar bezahlt 200 Euro. Strom, Wasser und Heizung werden gesondert abgerechnet. Pflegeleistungen werden durch die Sozialstation, die im Haus ihre Büros hat, erbracht, die zusätzlich bezahlt werden müssen. Die entstehenden Kosten können bei Vorliegen einer Pflegestufe ganz oder teilweise von der Pflegeversicherung übernommen werden.

Zurzeit leben 47 Seniorinnen und Senioren mit einem Durchschnittsalter von 85 Jahren in der Anlage „Alte Feuerwehr“. Interessenten für „Betreutes Wohnen“ in Rinteln können sich auf die Warteliste stellen lassen. 40 Personen sind darauf aufgeführt. Die Wartezeit beträgt etwa sechs bis zwölf Monate. Weitere Auskünfte erteilt die Gemeinnützige Verwaltung- und Siedlungsgesellschaft (GVS) unter der Rufnummer (0 57 51) 700 48.

„Um das Wohl der Bewohner kümmern sich täglich 44 Mitarbeiter. Dazu gehören examinierte Kranken- und Altenpflegerinnen, Haus- und Familienpflegerinnen, Verwaltungsangestellte, Hausmeister, Fahrer und Hausdamen“, gibt Daniela Jung einen Überblick über das Personal. Auskünfte über „Betreutes Wohnen“ in der „Alten Feuerwehr“ erteilt Daniela Jung unter der Rufnummer (0 57 51) 96 50 18.

Anlagen des „Betreuten Wohnens“ gibt es außer in Rinteln in vielen Gemeinden im Kreisgebiet, einige davon in unmittelbarer Nachbarschaft von Altenpflegeheimen. Auskünfte gibt es beim Senioren- und Pflegestützpunkt des Landkreises Schaumburg unter der Rufnummer (0 57 21) 70 37 89.

Über den Dächern von Rinteln: Die großzügige Seniorenanlage „Alte Feuerwehr“ ist zentral gelegen.peb




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