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Als Tagungsort mehr als nur bewährt

BAD MÜNDER. Letztes Jahr Hamburg. Nächstes Jahr, zur 30. Lernstatt Demokratie, muss es Berlin sein. Und dazwischen? Bad Münder.

Ein nicht alltägliches Bild: Junge Leute, die den Kurpark für eine Pause an der frischen Luft nutzen. Die Lernstatt Demokratie ermöglichte auch Münderanern einen neuen Blick auf ihre Stadt. Fotos: Rathmann,/Schieb
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Mit etwas Abstand zur Veranstaltung, zu der die Grundschule Bad Münder und der Verein Demokratisch Handeln 150 Schüler und 50 Erwachsene ins Deister-Sünteltal holten, fällt die Bilanz der Verantwortlichen noch immer positiv aus. Warum wurde Bad Münder eigentlich ausgewählt? „Wir hatten in Niedersachsen noch nie eine Veranstaltung. Und die Grundschule Bad Münder war uns als Preisträger aus früheren Wettbewerben mit ihrer Demokratie AG, mit ihrer Medienarbeit, mit ihren Kinderrechts-Blogs bekannt“, sagt Dr. Wolfgang Beutel, Geschäftsführer von Demokratisch Handeln.

Die Lage des Veranstaltungsorts im ländlichen Raum bot für viele Teilnehmer neue Erfahrungen, – sie sei aber für die Auswahl nicht entscheidend gewesen. „Entscheidend war für uns aber die Qualität der Umgebung, die uns die Schule anbietet, die Tagungsstätte.“ Und im Blick zurück ist Beutel sehr zufrieden mit der Wahl: „Die Schülerinnen und Schüler haben schnell Freundschaft geschlossen, untereinander, aber auch mit denen, die sich vor Ort engagiert haben.“ Beeindruckt war Beutel vom unkomplizierten Miteinander, das trotz des laufenden Schulbetriebs in der Grundschule möglich war. „Eine bewunderswürdige Vertrauens- und Organisationsleistung des Kollegiums“, urteilt der Geschäftsführer. Ausdrücklich nennt er dabei Schulleiter Christoph Schieb, und der blickt mit einem guten Gefühl auf die anstrengenden Tage der Lernstatt zurück. „Reibungslos“ sei die Großveranstaltung in den Schulalltag integriert worden, und die Begegnungen mit den Schulangehörigen hätten die Veranstaltung zusätzlich bereichert. Und die Anerkennung der Arbeit der Schule für die demokratische Schulentwicklung sei „großartig“.

Langfristig erwartet Schieb eine „unglaubliche Motivation“, nicht nur wie bisher weiterzumachen, sondern das Erreichte noch auszubauen. Wahrgenommen wird die Schule inzwischen weit über Niedersachsen hinaus: Gerade fragte das ZDF für einen Termin für Filmaufnahmen an. Deutlich sei während der drei Tage geworden, wie sehr die mediale Präsentation mit Podcast, Schulradio, Plakaten und Video eine spezifische Besonderheit der Schule sei. Und auch die wird wahrgenommen: Ein Einspieler mit Statements zur Demokratie wird demnächst bei der Deutschen Schulakademie gezeigt. „Wir müssen uns da nicht verstecken“, sagt Schieb, nach der Lernstatt noch deutlich selbstbewusster als zuvor.

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Begegnungen: Grundschüler und Studenten treffen aufeinander.

Schieb macht aber auch deutlich: „So etwas schafft man nicht alleine. Wir haben mit ganz vielen Vereinen, mit der Stadt, der GeTour die Sache vorbereitet.“ Gezeigt habe sich dabei, dass das Netzwerk in Bad Münder funktioniere, ganz unkompliziert funktioniere – und das sei auch von Außenstehenden wahrgenommen worden. Gefreut hat ihn aber auch, was Teilnehmer zum Umfeld mit Stadt und Landschaft bemerkten. „Leute, ihr habt‘s hier so schön“ hätten Teilnehmerinnen festgestellt und das Weserbergland als nächstes Urlaubsziel ins Auge gefasst. „Wir haben hier so viel zu bieten – das ist auch eine Anerkennung, Bestätigung für die Stadt“, sagt Schieb.



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