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"Gelungenes Flößerfest" - nur die Kapelle hat gefehlt / Fußgängerzone für Radfahrer sperren?

Als "Nordstadt-Kind" mit Floß über die Weser

Rinteln (clb). Begeistert von dem Flößerfest am vergangenen Wochenende ist Gerda Hassenpflug aus Rinteln: "Es war eine gelungene Veranstaltung mit Würstchenbuden und Getränkeständen!" Vermisst habe sie lediglich eine "flotte Kapelle", die - wie in Fuhlen - direkt am Wasser die wartenden Besucher und Flößer begrüßt habe. "So war die Stimmung etwas dröge", bedauert sie.

Ihre Erinnerungen an das Flößen gehen bis in die Vorkriegszeit zurück. "Wir Kinder aus der Nordstadt mussten immer über die Weserbrücke, um in die verschiedenen Schulen zu gelangen - und gar nicht so selten passierte ein Floß den Fluss", erinnert sich Frau Hassenpflug noch ganz genau: Neben dem Zelt aus grauen Planen habe ein Feuerchen mit einem eisernen Topf darüber gebrannt. Wettergegerbte Männer, manchmal etwas wild aussehend, hätten dann das schwere Floß auf Kurs halten müssen. "Und wir Kinder konnten uns manchmal nicht enthalten, auf das Floß zu spucken", erzählt sie. "Nun - es wurde dann wohl ,vom Winde verweht'!" Für sie ist die Weser immer mit Flößen und den Menschen darauf verbunden - und deshalb hänge ein altes Floßbild auch noch heute bei ihr in der Küche. Zu dem Unfall, der sich in der vergangenen Woche in der Rintelner Fußgängerzone ereignet hat (eine 57-jährige Fußgängerin wurde von einem 23-jährigen Radfahrer angefahren) meint Georg Vogt aus Wennenkamp: "Es ist genau das eingetreten, was immer vorausgesagt wurde!" Deshalb regt er an, das Fahrradfahren in der Fußgängerzone von 9 bis 13 Uhr komplett zu untersagen. Auf einem Hinweisschild könnte man diese Zeiten vermerken. "Gäste unserer Stadt hätten für diese Maßnahme sicher Verständnis", meint Georg Vogt. Ohnehin könne man die Schönheiten der Stadt viel besser erkennen, wenn man das Fahrrad durch die Fußgängerzone schiebe. "Und auch auf Langeoog hat sich eine solche Regelung bestens bewährt", weiß er.




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