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Alles für den Uhu

BAD MÜNDER. Der Uhu steht in Deutschland zwar nicht mehr auf der Roten Liste gefährdeter Arten – gilt aber trotzdem als besonders und streng geschützt.

Uhus lieben Steinbrüche – jetzt soll der Lebensraum in Hamelspringe gesichert werden. Foto: Ellebracht
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Das gilt auch für das heimische Landschaftsschutzgebiet „Hameltal“, das sich auf gut 175 Hektar vom Osterberg südöstlich der Kernstadt über Hachmühlen bis nach Flegessen und Hasperde sowie im Süden auf Coppenbrügger Gebiet erstreckt.

Die Fläche gehört zu den niedersächsischen „Natura 2000“-Gebieten, einem Netz von Gebieten innerhalb der EU, das vor einigen Jahren schon gut 18 Prozent der EU-Landfläche umfasste. Vor vier Jahren hatten Landkreise und Landes-Umweltministerium vereinbart, bis Ende 2019 alle entsprechenden Gebiete in Niedersachsen hoheitlich zu sichern. Das heißt, sie nach den Regeln und Vorgaben der EU formell zu beschließen.

Die Frist für das „Hameltal“ hat der Landkreis knapp eingehalten – Ende vergangenen Jahres erfolgte der entsprechende politische Beschluss. Konkret ging es dabei auch um den Landschaftsbestandteil „Steinbruch Hamelspringe“ auf gut 38 Hektar im Gebiet der Stadt Bad Münder, Teil des Vogelschutzgebietes „Uhu-Brutplätze im Weserbergland“.

Besonders im Blick haben die Planer dabei den lange stillgelegten Steinbruch selbst, für den vor ein paar Jahren noch eine Nutzung als Aschedeponie im Gespräch war. Der Geltungsbereich wurde „auf Antrag der Nutzungsberechtigten (...) mit Zustimmung der Grundeigentümerin (...) auf die Grenze des zulässigen Gesteinsabbaus vergrößert, um abbaubedingte Veränderungen oder Rekultivierungsvorgaben“ mit dem Schutz eines Uhu-Brutplatzes „in Einklang bringen zu können“. Mit anderen Worten: Wer in Zukunft noch mal den Steinbruch nutzen will, muss auf den Uhu achten.

Insgesamt hörten die Planer vor Fertigstellung der Richtlinie neben der Stadt Bad Münder insgesamt 39 Fachbehörden und Verbände an, dazu kamen private Anlieger, die Eingaben machten. Die Stadt selbst hatte keine Bedenken vorzutragen. Unter den Befragten waren auch die Realverbände sowie Landwirte der Teilungs- und Verkoppelungsgesellschaft Hachmühlen: Deren Sorge zur Einschränkung der landwirtschaftlichen Nutzung habe man aber ausräumen können. Befragt wurden unter anderem auch der Landkreis, verschiedene Landesämter, Jäger- und Anglerverbände sowie die Forstgenossenschaft Hamelspringe, Bakede, Egestorf, Böbber.

Das gesamte Schutzgebiet „Hameltal“ hatte die Politik ebenfalls bis Ende des vergangenen Jahres abgesegnet.



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