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Bürgermeisterwahl: In der CDU wächst der Druck auf Hans-Ulrich Siegmund

Alle blicken gespannt auf den Parteichef

Bad Münder (mf). Innerhalb der CDU wächst der Druck auf Stadtverbandschef Hans-Ulrich Siegmund, als Bürgermeisterkandidat anzutreten. „Wir haben ihn fast soweit“, verrät ein führender Christdemokrat zuversichtlich. Möglicherweise fällt in den nächsten Tagen eine Entscheidung.

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Siegmund hatte sich bis zum Wochenende eine kleine Auszeit gegönnt, war mit der Familie zu einem Kurzurlaub nach Süddeutschland aufgebrochen. Parteifreunde hoffen nun, dass er sich fern der Heimat noch einmal intensiv Gedanken über seine berufliche und politische Zukunft gemacht und sich darüber mit Frau und Kindern beraten hat, um nach der Rückkehr endlich Farbe zu bekennen.

Nachdem sich die SPD Anfang der Woche, und damit früher als von vielen Beobachtern erwartet, auf einen Kandidaten festgelegt hat, droht der CDU die Zeit davonzulaufen. Die Wahlkampfmöglichkeiten sind ohnehin knapp bemessen. In fünf Wochen beginnt der Advent. „Von da an spielt sich bis zum Ende der Weihnachtsferien nichts ab“, heißt es in der CDU. Damit bleibt praktisch nur noch die Zeit von Anfang Januar bis zum Wahltag am 26. Februar – gerade mal sieben Wochen.

Bislang hatte sich Siegmund Bedenkzeit bis Mitte November ausbedungen – doch in den Reihen der eigenen Partei wächst die Ungeduld. Zumal die CDU nach verbreiteter Einschätzung nur mit ihrem Stadtverbands- und Fraktionschef überhaupt eine Chance hätte, gegen die SPD zu bestehen. Weil diese mit Hartmut Büttner einen externen Verwaltungsfachmann ins Rennen schickt, müsse die Union zwangsläufig mit einem Kontrastprogramm dagegenhalten: Mit einem Bewerber, der aus Bad Münder selbst kommt, die Verhältnisse in der Kurstadt genau kennt und mit einem hohen Bekanntheitsgrad aufwarten kann. „Ein Kenner der hiesigen Verhältnisse“, wie es CDU-Ortsverbandschef Gert Hahne unlängst formulierte.

Sollte Siegmund seiner Partei einen Korb geben, bliebe dieser vermutlich nichts anderes übrig als zuvor schon der SPD. Sie müsste sich ebenfalls außerhalb der eigenen Reihen umsehen. „In diesem Fall könnten wir uns den Wahlkampf aber auch gleich ganz sparen“, sagt ein langjähriges Mitglied, das namentlich nicht genannt werden möchte.



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