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Aldi-Neubau: Innenstadt soll geschützt werden

BAD MÜNDER. Der Umzug von Aldi an die Rahlmühler Straße ist einen Schritt weiter: Am Donnerstag sprach sich auch der Planungsausschuss einstimmig für die diesbezüglichen Planungen aus. Dass der Nahversorger nach dem Auszug des Autohauses Speckin auf dessen ehemaligem Gelände baut, war schon länger im Gespräch.

Speckin geht, Aldi kommt. Der Discounter zieht an die Rahlmühler Straße. Foto: Lindermann
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

Doch zunächst muss der Flächennutzungsplan von einem Misch- in ein Sondergebiet geändert werden. Darüber hinaus waren einige Gutachten nötig, wie Anika John von der Stadtverwaltung auf der Sitzung am Donnerstagabend erklärte, unter anderem auch ein Verkehrs- und ein Schallgutachten. Bei letzterem habe sich ergeben, dass die Dauerpegel eingehalten werden, durch Anlieferverkehr eine Überschreitung des zugelassenen Pegels in der Nacht allerdings möglich sei. Aldi plane aber aktive Lärmschutzmaßnahmen, versicherte John.

Für den Neubau ist es zudem erforderlich, dass als Ausgleich Grünflächen angelegt werden – diejenigen, die im ersten Vorentwurf angelegt sind, reichen allerdings nicht aus. „Wir suchen derzeit externe Ausgleichsflächen“, sagte John. Auf die Frage von Ausschussmitglied Ingo Nagel (CDU), warum die Stadt und nicht Aldi selbst diese Fläche suche, antwortete John: „Aldi besitzt hier ja keine Flächen. Deshalb unterstützen wir bei der Suche.“ Aldi werde dann die Kosten für Herstellung und Anpflanzung übernehmen, die Stadt die Pflege der Grünanlage.

Schließlich sprachen sich die Ausschussmitglieder einstimmig dafür aus, den Flächennutzungsplan zu ändern sowie die Verwaltung zu beauftragen, die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden durchzuführen.

Der nächste Punkt auf der Tagesordnung befasste sich mit dem „zentralen Versorgungsbereich“. „Das hängt unmittelbar mit dem Umzug von Aldi zusammen“, erklärte John. Dahinter verbirgt sich Folgendes: Die Innenstadt als sogenannter zentraler Versorgungsbereich soll geschützt werden, um weiterhin „Zentrum und Treffpunkt“ zu sein. Daher sollen „zentrenrelevante Sortimente“ nur dort und nicht außerhalb angeboten werden. Deshalb wurden im Rahmen der Bauleitplanung für den Umzug von Aldi ein Nahversorgungskonzept und eine ortsspezifische Sortimentsliste für Bad Münder erstellt – damit die Verwaltung diese rechtssicher anwenden kann, muss aber vorher die Politik zustimmen.

Aus dem Ausschuss ergab sich daraufhin die Frage, was sich am Ist-Zustand in Bad Münder ändere, wenn der Ausschuss hier zustimme, oder welche Auswirkungen dies in der Zukunft haben könnte. „Es spricht nichts dagegen, es ist zum Schutz der Innenstadt gedacht“, erläuterte John. Auch Nachbargemeinden müssen sich bei neuen Bauvorhaben übrigens danach richten, um die zentralen Versorgungsbereiche in den angrenzenden Gemeinden zu schützen. Dabei könnten sie zukünftig auf die neue Aufstellung der Stadt Bad Münder zurückgreifen und müssten keine eigenen Gutachten erstellen, sagte John. Daraufhin sprachen sich die Ausschussmitglieder auch hierfür einstimmig aus.



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