weather-image
27°

Aldi: Bewegung im Umzugsdrama

BAD MÜNDER. In den Umzug des Aldi-Markts an der Rahlmühler Straße kommt wieder Bewegung. Bis der neue Versorger jedoch tatsächlich genehmigt und gebaut ist, können noch Jahre ins Land gehen, heißt es bei der Stadt.

Umziehen will der Aldi-Markt schon länger, mit dem neuen Raumordnungsprogramm des Landes wäre ein Umzug auf die Grünfläche an der Rahlmühler Straße möglich. Foto: Dittrich
zett2

Autor

Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Ende Januar hatte das niedersächsische Landeskabinett das neue Landesraumordnungsprogramm beschlossen. Es soll noch in diesem Monat per Veröffentlichung rechtskräftig werden. Ein Schritt, den man bei der Stadt, aber auch in der Aldi-Verwaltung in Rinteln, schon länger herbeigesehnt hat.

Denn die von der Landesregierung verabschiedeten Änderungen erlauben die Ansiedlung von größeren Märkten auch an einer „nicht städtebaulich integrierten Lage“: eine Beschreibung, die auf die Fläche an der Rahlmühler Straße zutrifft. Bislang waren die alten Vorschriften ein großes Hindernis: So ist der angepeilte 1200 Quadratmeter große Markt-Standort per Definition nicht aus einem nahen verdichteten Siedlungsgebiet (der Kernstadt) fußläufig erreichbar – bislang ein Ausschlussgrund. Man habe sich nach dem Beschluss des Kabinetts bereits mit Aldi-Vertretern getroffen, sagt die städtische Wirtschaftsfördererin Anika John: „Es gibt nach wie vor einiges zu klären.“

Zunächst will die Stadt intern noch einmal prüfen, ob das nun beschlossene Raumordnungsprogramm tatsächlich – und wie erhofft – auf die Situation von Aldi passt.

Auch die Politik wird noch einmal mit dem Thema zu tun haben: Zwar hatte der Rat schon einen Grundsatzbeschluss gefasst, in dem er dem Umzug zustimmt. Doch um den Bau eines Marktes an der Rahlmühler Straße zu ermöglichen, müsse der Bebauungsplan geändert werden, sagt John.

Ein kompliziertes Unterfangen – schon im Normalfall: Beim Aldi-Projekt geht sie aber von einem noch größeren Aufwand aus: Statt einem Jahr könne das Verfahren samt Bürger- und Öffentlichkeitsbeteiligung und verschiedenen Beschlüssen auch 18 Monate dauern. Nötig seien unter anderem auch verkehrliche Untersuchungen – etwa die Einrichtung einer Abbiegespur, um den erhöhten Kundenandrang auf dem Gelände aufzufangen.

Aldi könne natürlich schon parallel zum Bauleitverfahren Planungen vorantreiben und Aufträge vergeben – „aber auf eigenes Risiko“, wie John betont. Aldi hatte zuletzt betont, nur ungern komplett auf den Standort Bad Münder verzichten zu wollen. Expansionsleiter Gordon Gattermann hatte der NDZ gesagt, man wolle dranbleiben, „so lange die Tür für einen Umzug nicht zugeschlagen ist“. Aldi drängt schon seit Jahren darauf, sich vom Hermapal-Gelände an der Süntelstraße verabschieden zu wollen.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare