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Hegering sieht die Ankunft der Schweinepest emotionslos

Aktion „Pyrmont räumt auf“ mit guter Beteiligung

BAD PYRMONT. Dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) kommen wird, davon war Hans-Joachim Böhnke, Vorsitzender des Hegerings 6 in Bad Pyrmont bei der Jahreshauptversammlung, überzeugt. Im gut besuchten Schützenhaus Holzhausen konnte Böhnke eine solide Jahresbilanz vorstellen, die sich auf die zwei wichtigen Felder der Jagd und Hege des Wildes bezog und für die engagierten Jäger die Grundlage ihres Waidwerkes bildet.

Dass Ute Michel (Grüne) in ihrem Grußwort vom „Umbringen des Schwarzwildes“ sprach, löste denn doch eher gebremste Heiterkeit und Kopfschütteln aus, geht es doch gegenwärtig eher darum, die Schwarzwildbestände sinnvoll auszudünnen, um der Verbreitung der Schweinepest von Osten nach Westen wenigstens einen Teil ihrer Grundlage zu entziehen, wie auch die Bundesregierung fordert. Doch wird der Hegering waidgerecht vorgehen und nichts überstürzen. „Wir müssen auch an das Tierleid denken und die Informationen in den nächsten Wochen und Monaten abwarten.“ Scharf bejagen ist da ein Mittel der Seuchenprävention, denn die wirtschaftlichen Einbußen allein für Niedersachen werden im Falle der ASP auf rund acht Milliarden Euro geschätzt. Dass in dem Verein richtig Zug herrscht, war unverkennbar. „Wir waren viel unterwegs“, berichtete Böhnke, denn dazu gehörten die Kontakte zur Kreisjägerschaft, wo „manches zu langsam läuft“, der intensive Kontakt zum NABU und zum Angelverein, wo sich eine gute Kooperation anbahnt und ebenso die positive Auseinandersetzung mit der Unteren Jagdbehörde im Landkreis. An vielen Aktionen nahm der Hegering teil oder initiierte sie selbst. Da war die Aktion „Pyrmont räumt auf“ mit guter Beteiligung und die Waldführung mit dem ehemaligen Forstoberamtsrat Robert Puls sowie die Arbeit der Reviere mit regelmäßigen Treffen mit Schulen und Kindergärten, doch bei einem weiteren Punkt geriet Hans-Joachim Böhnke in Wallung. „Mich ärgert maßlos, dass wir zusammen mit der Stadtforst im letzten Jahr rund 250 bis 300 Kinder am Waldlehrpfad hatten, dabei 20 Helfer, und auch vom NABU in Sachen Vögel Unterstützung bekamen, ebenso von den Stadtwerken. Doch in diesem Jahr gibt es keinen kostenlosen Transport durch die Öffis, und eine Alternative haben wir nicht. Und da wir das nicht alleine stemmen können, muss diese Aktion ausfallen.“ Das sei bedauerlich, werde damit den Kindern die Möglichkeit genommen, mit der Natur und der Arbeit von Forstamt und Jägern in Kontakt zu kommen. Die Jagdbilanz des vergangenen Jahres fiel im Streckenergebnis gemischt aus. 128 Stück Schwarzwild und 206 Stück Rehwild fallen besonders auf, bei den Füchsen gab es ein gutes Ergebnis und bei den Krähen ein ebensolches, „Doch es könnte noch mehr werden.“ Den Jägerbrief nach bestandener Prüfung erhielten Regina Steinke-Windemuth und Lee Sharp, und für 25 Jahre in der Landesjägerschaft wurden Dirk Emme und Manfred Vierfuß geehrt. ar




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