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Rat stimmt gegen Verkauf der e.on-Wertpapiere

Aktien stehen schlecht

Samtgemeinde Nienstädt. Kein glückliches Händchen hat die Samtgemeinde Nienstädt bei Geschäften auf dem Aktienmarkt gehabt. Die Anteile, die die Samtgemeinde von e.on hält, sind stark gefallen. Insgesamt sind das 12 990 Aktien, die sie für einen Preis von rund 20 Euro pro Stück gekauft hat. Momentan steht das Papier bei rund 8,50 Euro.

Im Rat der Samtgemeinde herrschten Meinungsverschiedenheiten darüber, ob die Anteile an e.on verkauft werden sollen oder nicht. „Ich möchte mal wissen, wer mit seinem Geld so umgehen würde, wie es uns vorgeschlagen wird“, sagte Hinrich Gottschalk (CDU). Die Vorschläge, die der Ratsherr ansprach, waren laut Beschlussvorlage bis auf einen allerdings bereits Makkulatur.

In der Darstellung der Sachlage informierte die Samtgemeinde, dass im März als Zielgröße für einen Verkauf 14,50 Euro pro Aktie avisiert worden waren. Im Oktober habe CDU-Ratsherr Heinz David vorgeschlagen, bei 11,50 Euro zu verkaufen. Und Klaus-Ulrich Schmidt (Grüne) habe einen „Stoppkurs“ bei fünf Euro vorgeschlagen. „Die meisten hätten sofort verkauft“, meinte Gottschalk, der eine geheime Abstimmung für diesen Tagesordnungspunkt forderte.

„Den Antrag hätte ich auch stellen wollen“, sagte Friedrich Deventer (Grüne), „wir haben uns hier verzockt.“ Deventer glaube nicht, dass sich an den Werten viel ändert, weil er den Konzern für einen „Dinosaurier der Energiewirtschaft“ hält, der „ins Straucheln geraten ist“. Auch Petra Ritter (CDU) schloss sich der Kritik an. „Ich denke, dass wir nicht das Recht haben, mit dem Geld des Bürgers zu spekulieren“, sagte sie. „Der Schaden ist sowieso da, es ist versäumt worden, rechtzeitig zu verkaufen“, kritisierte auch Schmidt.

Ein Verkauf würde nach Meinung der SPD Schaden anrichten, wie deren Sprecher Eberhard Koch ausführte, weil die Wertpapiere mit zwölf Euro pro Stück in den Bilanzen stehen. Außerdem sei es bei dem Kauf um die Dividende von 50 Cent pro Aktie gegangen, die die Samtgemeinde bekommt. Das seien 6000 Euro jährlich. „Damit sind wir deutlich über den Zinsen“, bilanzierte Koch.

Im Rat wurde das erforderliche Quorum für eine geheime Abstimmung erreicht. Diese erbrachte ein Ergebnis von 17 zu neun Stimmen gegen einen Verkauf der e.on-Papiere. bab




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