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Hundesportverein in Niedernwöhren soll Lücke schließen / Zuwachsraten von zehn Prozent bei Turnieren

Agility boomt

Niedernwöhren. Während andere Vereine landauf, landab mit Mitgliederschwund zu kämpfen haben, freuen sich Hundesportvereine offensichtlich wieder großer Beliebtheit. So auch in Niedernwöhren, wo sich in diesem Jahr sogar ein neuer Verein gegründet hat.

Und das hat einen Grund: Agility heißt die populär gewordene Sportart, die immer mehr Halter anzieht. Herrchen und Hund bilden ein Team, und der Vierbeiner hat dabei einen aufgebauten Hindernisparcours ohne Hilfs- oder Lockmittel vorschriftsmäßig und möglichst schnell zu absolvieren.

„Wir haben Zuwachsraten von zehn Prozent bei den Turnieren“, sagt Jörg Thenert, Vorsitzender des Vereins „AC Run as One“ in Niedernwöhren. AC steht dabei für Agility Club. Auch der Verein hat seit seiner Gründung Anfang dieses Jahres Mitglieder hinzugewonnen. „Wir haben mit acht Mitgliedern angefangen, jetzt haben wir 22“, berichtet Thenert, der stellvertretender Obman für Agility beim Landesverband Niedersachsen und auch beim Dachverband DVG (Deutscher Verband der Gebrauchshundsportvereine) ist.

Einen Verein in Niedernwöhren zu gründen, sei auch der Tatsache geschuldet, dass eine Vereinsmitgliedschaft Voraussetzung sei, um an den offiziellen Agility-Turnieren mitzumachen. „In Niedernwöhren gibt es in der Richtung nichts“, sagt Thenert, der den Sport bereits seit 1997 betreibt und zudem Mitglied und Ausbilder im Verein für Hundesport (VfH) in Lindhorst ist. Außerdem fungiert er auch als Richter bei diversen Turnieren, bei denen häufig bis zu 200 Starts organisiert werden müssen. Auch der Niedernwöhrener Verein „AC Run as One“ hat bereits ein Sommerturnier in Lindhorst ausgerichtet (wir berichteten).

Thenert schätzt, dass es inzwischen 50 000 Menschen mit Hunden gibt, die diesen Sport ausüben. „Das wird noch mehr“, rechnet er mit weiteren Zuwachsraten bei Agility in den kommenden Jahren. 800 Turniere würden inzwischen pro Jahr unter dem Dach des DVG organisiert.

Zum Üben hat der Trainer auf der Wiese an seinem Grundstück Hindernisse aufgebaut. Dort trainiert eine kleine Gruppe. Für Turniere ist der Sport auf größere Flächen angewiesen, auf denen die Teilnehmer sich mit Sack und Pack über zwei Tage niederlassen können, denn viele Sportler kommen von außerhalb.

Sogar im Winter sind Turniere möglich. Inzwischen gebe es einige wenige Hallen für diese Zwecke. In Nettelstedt (Minden-Lübbecke) wurde eine Tennishalle umfunktioniert, in der der Niedernwöhrener Verein Turniere ausrichtet. bab




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