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After-Work im Rockzelt Bad Münder: Unfallfrei, ausverkauft

BAD MÜNDER. „Ardagh ist seit zwei Jahren unfallfrei. Das ist in dieser Branche mehr als ungewöhnlich“, sagt Hans-Georg Diekmann – und der muss es wissen: Diekmann ist Gesamtbetriebsratsvorsitzender und Gewerkschafter. In Zusammenarbeit mit der Glashütte hatte er zur After-Work-Party mit den „Jetlags“ geladen.

Party Querbeet: Die „Jetlags“ um Frontmann Cyril Krueger spielen für das mündersche Publikum Pop-Rock-Cover quer durch alte und aktuelle Charts. Foto: Szabo

Autor:

Patricia Szabo

Und es kamen rund 350 Besucher ins Zelt und feierten gemeinsam mit der Belegschaft.

In der produzierenden Industrie seien Unfälle an der Tagesordnung und vielmehr Alltagsgeschehen als Ausnahme. In der Glasindustrie stünden Brandverletzungen, Quetschungen und Stürze ganz oben auf der Liste der Unfälle, berichtet Diekmann. Deswegen sei die unfallfreie Zeit nun Grund genug, um mit Belegschaft, Freunden, Bekannten und Anwohnern zu feiern.

Ein milder Herbstabend, ein kaltes Bier in der Hand, nette Kollegen und gute Stimmung mit den „Jetlags“ – das ließen sich die Besucher unter der blauen Kuppel des Rockzelts Camp Balu nicht entgehen – die Veranstaltung war laut Diekmann ausverkauft.

Während die Band im Zelt für gute Stimmung sorgte, berichtete Diekmann von den vielen Maßnahmen, welche seit 2007 rund um das Thema Arbeitssicherheit bei der Glashütte umgesetzt wurden. Seit sieben Jahren gebe es zunehmend Systeme, die den Unfallrisiken vor allem organisatorisch begegnen. Der Arbeitsschutz, der die Unfälle verhindern und die Arbeitssicherheit steigern soll, werde laufend optimiert . „Uns geht es vor allem um die Sicherheit unserer Mitarbeiter“, sagt Diekmann.

Doch welche Sicherheitsmaßnahmen haben gegriffen, um die Glashütten-Mitarbeiter so erfolgreich und nachhaltig zu schützen? Diekmann berichtet, dass es essenziell war, anfangs das Sicherheitsbewusstsein der Arbeiter zu schärfen. Schulungen und Bewusstseinsbildung gehörten genauso dazu wie neue Arbeitsprozesse, um den Stress zu reduzieren. „Wir haben begonnen, die Arbeitsprozesse ganzheitlich zu betrachten und beseitigten so Gefahrenquellen“, sagt Diekmann. Mit Erfolg: Auch stressbedingte Unfälle gab es in den vergangenen zwei Jahren keine. Um die Personalfürsorge zu gewährleisten und damit auch die Motivation der Beschäftigten zu erhalten, wurde das Schichtsystem optimiert und zusätzliche Ruhetage eingeführt. „Die Beschäftigten sind seitdem viel motivierter und entspannter“, sagt Diekmann zufrieden.

Auf diese Weise wurde die Sicherheit bei der Arbeit im Denken und Verhalten verankert. „Die oberste Regel lautet jedoch: Wir passen aufeinander auf“, erläutert Diekmann.

Diesen unternehmerischen Erfolg, fernab von Umsätzen und Gewinnen, hat die Industriegewerkschaft zum Anlass genommen, gemeinsam zu feiern. Mit einem ordentlichen Mix quer durch alle Musikgenres begeisterten die „Jetlags“ alle Rockzelt-Besucher, die Mitarbeiter der Glashütte inbegriffen. Die Coverband, dessen Frontsänger und Gitarrist Cyril Krueger 2010 durch Stefan Raabs ProSieben-Show „Unser Star für Oslo“ bekannt wurde, blickt bereits auf zwölf Jahre Bühnenerfahrung zurück. Seit 2004 begeistern die „Jetlags“ mit den größten Hits der letzten 50 Jahre und den aktuellen Charts.

Ein Konzert, das auch die Kassen hinter den Tresen klingeln ließ: Die Helfer des Sportclubs, die den Getränkeausschank im Rockzelt unterstützt hatten, konnten sich im Anschluss an die After-Work-Party noch über eine kräftige Spende freuen: 1000 Euro gab es als Überschuss für die SC-Stiftung „Go Sports“ an diesem Abend.



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