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Acht Kinder sind „eingezogen“

Bad Münder. Sieben der insgesamt 15 Kinder sind bereits „eingezogen“ – in den Krippenanbau am Martin-Schmidt-Kindergarten. Leiterin Cenia Thies freut sich, dass die Arbeiten planmäßig abgelaufen sind und die Ein- bis Dreijährigen schon den neuen Bereich nutzen können. Seit Ende April wurde im Auftrag des Roten Kreuzes und der Stadt auf dem Grundstück Melkerweg 12 gebaut.

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Seit dem 1. Oktober erfüllt Leben den rund 105 Quadratmeter großen Flachdach-Anbau, auf die sich ein Gruppen-, ein Ruhe-, ein Therapie- und ein Waschraum inklusive Toiletten verteilen. Der neue Trakt ist rechts vom Eingangsbereich entstanden. Der große, gelb gestrichene Gruppenraum bietet Podeste, Schränke, kleine Tische und Stühle sowie ganz viel Spielzeug. Für alle 15 Kinder soll es eine Schlafmöglichkeit geben. Dazu wird es acht Holzbetten geben, drei Gitterbetten sowie vier Körbe, in die sich die Kleinen kuscheln können, wenn sie müde oder erschöpft sind. Der Therapieraum stand lange auf der Kippe – und wurde mit finanzieller Unterstützung der Martin-Schmidt-Stiftung gebaut. „Damit haben wir die Rahmenbedingungen für inklusive Arbeit geschaffen“, erklärt die Leiterin.

„Wir führen hier ein offenes Konzept“, sagt Thies, „das heißt, dass die Krippen- und die Kita-Kinder alle Bereiche gleich nutzen können“. Zurzeit befinden sich die sieben Krippen-Kinder in der sogenannten Eingewöhnungsphase nach dem Berliner Modell, in der die Kleinen – aber auch die Eltern – lernen sollen, loszulassen.

„Die Kinder sind anfangs nur etwa eineinhalb Stunden hier, zusammen mit den Eltern“, erklärt Thies das stufenweise Prinzip. Langsam würden die Zeiten erhöht und Mama und Papa verlassen die Kita dann auch schon mal für eine halbe Stunde. „Sie müssen aber immer erreichbar sein für den Fall, dass sich das Kind gar nicht trösten lässt.“ So seien Tränen im ersten Monat – so lange kann die Eingewöhnungszeit dauern – keine Seltenheit.

„Wir sind das schon gewohnt, weil wir in unserer Familiengruppe schon immer fünf Unter-Dreijährige haben, insofern haben wir da schon Erfahrungen sammeln können“, so Thies weiter. Das sei wichtig, weil so junge Kinder andere Anforderungen stellten und der pädagogische Bedarf ein anderer sei. Im November kommen weitere sechs Kinder hinzu, anfang nächsten Jahres die letzten beiden – damit sind die 15 Plätze voll. Auch der Kindergarten ist mit 45 Kindern voll belegt.

Auch Adriane Sommer, eine der beiden neuen Erzieherinnen, die für die Krippe eingestellt wurden, ist bereits seit September an ihrem neuen Arbeitsplatz. „So wurde ich in die Planungen mit einbezogen und konnte die Kolleginnen sowie die Eltern schon im Vorfeld kennenlernen“, sagt Sommer. Im Außenbereich stehen noch einige Arbeiten an. Steine und Dachziegel müssen noch verschwinden und die Krippenkinder sollen noch ein für ihr Alter geeignetes Spielgerät bekommen. Im November soll es eine offizielle Einweihungsfeier geben – wenn die Kinder sich eingewöhnt haben.

Neben den Kernöffnungszeiten von 8 bis 13 Uhr haben Eltern auch die Möglichkeit Sonderzeiten zu buchen, die von 7.30 bis 14 Uhr dauern. Das gemeinsame Mittagessen gehört zur Krippenbetreuung.col

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