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Neue Zonen für Windräder: Bürgerversammlung informiert über Änderung des F-Plans in der Samtgemeinde

Abstand ist großer Knackpunkt

Samtgemeinde Lindhorst. Bei der Bürgerversammlung zum Thema Windräder in der Samtgemeinde könnte es stürmisch zugehen, denn nicht alle befürworten die Pläne der Verwaltung. Diese plant, eine neue und größere Konzentrationszone für Windräder auszuweisen. Die Versammlung ist am 14. Juli, um 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Lüdersfeld.

Autor:

Kirsten Elschner

An diesem Termin soll der aktuelle Stand der Vorentwurfsplanungen vorgestellt werden, sagte Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther. Vier mögliche Potenzialflächen seien auf ihre Tauglichkeit untersucht worden. Nun soll der Flächennutzungsplan-Plan entsprechend geändert werden, um Investoren das Aufstellen von Windkraftanlagen zu ermöglichen. Der Vorentwurf lag ein halbes Jahr aus. Rund 120 Bemerkungen von Trägern öffentlicher Belange und Bürgern wurden ausgewertet und müssen jetzt abgewogen werden. Geht der Vorentwurf durch, folgt ein Entwurf und die Bürgerbeteiligung geht erneut los.

Das Hauptproblem, das Günther mit Blick auf die Windpark-Gegner sieht, seien die „weichen Kriterien“. Also Abstände zu Ortschaften, Artenschutz und so weiter. Hier gebe es Ermessensspielräume und „da prallen dann schnell die Auffassungen aufeinander.“

Dieser Konflikt wurde auch im Gespräch mit Michael Tanski von der Interessengemeinschaft „ProDorf“ deutlich, die sich besonders an den vorgesehen Abständen der Windräder zu den Ortschaften reibt – in Nenndorf wie in Lindhorst.

Tanski kritisiert die geplanten 900 Meter Abstand und plädiert für 1000 Meter, so wie es die Empfehlung der Landesregierung vorsieht. Den Windpark komplett zu verhindern, das sei nicht mehr realistisch. „Aber die 1000 Meter wären ein Kompromiss“, meint Tanski optimistisch. Auch, wenn er klagt, dass die Samtgemeindeverwaltung auf Bedenken und Hinweise der Gemeinschaft bislang „fast Null Reaktionen“ gezeigt habe.

Außerdem findet Tanski, dass in dieser Sache nur die Interessen der Investoren und zu wenig die Belange der Bürger berücksichtigt würden. Ein Windpark von 128 Hektar – „Das ist wie eine große Wand, die sich bewegt“, erklärt er. Die Beweggründe von „ProDorf“ lägen im Landschaftsschutz und in der verstellten Sicht.

Die Samtgemeinde selbst verbinde mit den Plänen keine wirtschaftlichen Interessen, so Günther. Die Gewerbesteuern von Windrädern würden in die Kommunen fließen. Den Anstoß für die Änderung des F-Plans begründet Günther so: „Wir wollen uns der Energiewende stellen“ – und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Investoren in konzentrierten Zonen ihre Windräder aufstellen können. Sozusagen vorsorglich, bevor immer neue Investoren anklopfen und ihre Genehmigung womöglich über den Landkreis einklagen.




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