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Der erste Oberschuljahrgang verlässt die Schule am Hummetal

Abschied vom Probejahrgang

AERZEN. Was haben die Jahrgangsbesten Franziska Niemeyer (10a), Catrina Uthe (10b) sowie Yannick-Dorian Niehus (10c) und die übrigen 58 entlassenen Oberschüler und Oberschülerinnen des neunten und zehnten Jahrgangs der Schule im Hummetal mit dem Bundestagsabgeordneten Johannes Schraps gemeinsam?

59.225-02

Autor

Sabine Brakhan Reporterin

Sie teilen sich fortan das Datum ihrer Schulentlassungsfeier. Vor 15 Jahren hielt der Groß Berkeler sein Abiturzeugnis in Händen und damals war durchaus noch nicht klar, wohin sein zukünftiger beruflicher Weg ihn einmal führen wird, wie er sagt.

Schulleiter Rainer Schicker gab seinen Schülerinnen und Schülern zum Abschied die Geschichte von Josh mit auf den Weg, einem 21-jährigen jungen Mann, der unter schwerem Gedächtnisverlust leidet. „Er kann Erlebnisse nicht zu neuen Erinnerungen verarbeiten. Josh ist ein losgemachtes Boot, das durch die Zeit treibt. Wenn er zurückblickt, woher er kommt, beginnt der Horizont zu flackern, alles wird unscharf, verschwindet“, erzählt der Schulleiter. „Ich habe diesen Text gewählt, weil es eine tolle Geschichte ist, um den Schülerinnen und Schülern deutlich zu machen, wie wichtig Erinnerungen sind“, erklärt Rainer Schicker. „Lieber im Geld baden als in Erinnerungen schwelgen“ soll nicht ihr Lebensmotto werden. Anja Grabbe ist nicht nur didaktische Leiterin der Schule, sondern auch Klassenlehrerin einer Abschlussklasse. Stellvertretend für ihren Klassenlehrer-Kollegen Ulrich Meine und Kevin Kursawe erinnerte sie daran, dass sich Schüler und Lehrer genau an dieser Stelle in der Oberaula vor sechs Jahren zum ersten Mal begegnet seien. Und sie unterstrich, dass es sich beim Abschlussjahrgang um einen ganz besonderen handelt: Den ersten Oberschuljahrgang der Schule im Hummetal, die zuvor als Haupt- und Realschule geführt worden war. „Damals sind wir zusammen in eine ganz neue Schulform – die der OBS – gestartet. Ihr wart sozusagen unser Probejahrgang“, berichtet Anja Grabbe rückblickend. Und sie bedanken sich ausdrücklich bei den Eltern für das Vertrauen, das der Schule und der neuen Schulform entgegengebracht wurde. „Wir sind damals in der Oberschule angetreten mit dem Ziel, die meisten Schüler zum Realschulabschluss zu führen. Dieses Ziel haben wir erreicht: Mehr als Zweidrittel unserer Schüler verlassen heute diese Schule mit einem Sekundarabschluss I oder besser“, unterstrich die Klassenlehrerin. In ihren Dank schloss sie auch das Kollegium und alle Mitarbeiter ein. Und noch etwas ist gelungen, das keinesfalls als selbstverständlich angesehen werden darf: der Abschluss-Jahrgang ist während seiner gesamten Schulzeit immer geschlossen aufgetreten. Und da war es fast schon selbstverständlich, dass die große Feier nach der Schulentlassung ebenfalls gemeinsam auf dem Hamelner Finkenborn begangen wurde.

Besonders hervorgehoben wurde auch das große soziale Engagement der Absolventen. Zertifikate für zahlreiche Schüler und Schülerinnen belegen, dass sie sich vielfältig im Schulalltag eingebracht haben, unter anderem beim Schulsanitätsdienst, der Busaufsicht oder dem Deeskalieren.




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