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Johannes-Gigas-Schule hat künftig nur noch Sekundarschüler

Abschied der letzten Realschüler

LÜGDE. Lange hatte sie diesem Tag entgegengefiebert.

Die Klassenbesten an der Johannes-Gigas-Schule, v. li.: : Jan Westphal, Jan-Luca Platte, Kristin Begemann und Annabell Bicker. FOTO: Reinhard Ottolin/PR

Jetzt war er endlich da: Mit einem ökumenischen Gottesdienst unter der Leitung ihrer Religionslehrerinnen Karin Brunnert und Carolin Brillo ging es los. In beeindruckenden selbstverfassten Spielszenen nahmen die jungen Akteure ihre Gäste mit auf eine Bergwanderung, die wie ihr Leben auch, viele Höhen und Tiefen beinhaltet und wahrhaftig nicht immer gradlinig verläuft.

In der Aula ihrer Schule erhielten anschließend die 70 Mädchen und Jungen der vier 10. Klassen unter den aufmerksamen Augen ihrer Eltern und Lehrkräfte ihre letzte Schulstunde, an deren Schluss sie ihr Abschlusszeugnis in den Händen hielten. Zwei von ihnen erhielten den Hauptschulabschluss nach Klasse 9, 18 nach Klasse 10, 26 die Fachoberschulreife und 24 die Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk, der zum Besuch einer gymnasialen Oberstufe berechtigt. Zumindest an der Johannes-Gigas-Schule hat es für sie jetzt ein Ende mit Klassenarbeiten, Referaten, mündlichen und Zentralen Abschlussprüfungen. Doch dass das Lernen nicht vorbei ist, merkte auch Bürgermeister Heinz Reker in seinem Grußwort von der Stadt Lügde an und ermunterte die jungen Leute, das Rüstzeug, dass sie an der Schule erhalten haben, künftig selbstbewusst einzusetzen: „Habt den Mut, Neues zu wagen und seid offen und neugierig darauf.“

Schulleiter Uwe Tillmanns erinnerte die Gäste daran, dass sich seit der Aufnahmefeier vor sechs Jahren viel an der Schule verändert hat. „Wisst ihr eigentlich, dass ihr ein ganz besonderer Jahrgang seid? Mit euch verlassen die letzten Realschüler und Hauptschüler die Johannes-Gigas-Schule. Euch folgen ausschließlich Sekundarschüler.“

Nachdem Tillmanns die Ereignisse der letzten sechs Jahre Revue passieren ließ, gab er den Ausblick auf die Zukunft: 34 Mädchen und Jungen schließen nach den Sommerferien eine schulische oder betriebliche Ausbildung an, 14 wechseln in eine gymnasiale Oberstufe, 18 besuchen eine andere weiterführende Schule und ein Schüler absolviert ein Freiwilliges Ökologisches Jahr.

Für die Zeit nach der Johannes-Gigas-Schule („Die schönsten Jahre eurer Karriere liegen hinter euch – so angenehm, so bequem und so umsorgt wird es in Zukunft nicht weitergehen.“) empfahl der Schulleiter seinen Entlassschülern: „Seid selbstbewusst, aber verliert nicht die Bodenhaftung. Seid realistisch, aber auch selbstkritisch.“

Aus den Händen ihrer Klassenlehrer Karin Dahnz, Matthias Hartje, Bernd Niedermeier und Jürgen Weiland erhielten ganz zum Schluss noch die strahlenden Klassenbesten Kristin Begemann, Annabell Bicker, Jan-Luca Platte und Jan Westphal als Würdigung ihrer herausragenden Leistungen ein Präsent.PR



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