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„Abenteuerliche Verkehrssituation“

Bad Münder. „Die Verkehrssituation an der Bahnhofstraße ist zwischenzeitlich abenteuerlich geworden“, sagt Hubertus Wöllenstein von der Grünen-Ratsfraktion – und liefert damit auch die Begründung für den Antrag seiner Fraktion: die Einrichtung eines Zebrastreifens an der Bahnhofstraße.

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Das Problem wird bereits seit Jahren diskutiert – jetzt soll endlich Bewegung in die Sache kommen. Durch die Eröffnung des Rohmel-Centers einschließlich der Märkte Penny und Kik haben sich für Fußgänger andere Laufwege ergeben, heißt es im Antrag der Grünen. Wer aus der Innenstadt kommt, müsse zwangsläufig die Bahnhofstraße überqueren, um zu den Märkten zu kommen. Ein sicherer Übergang sei jedoch momentan nicht gegeben.

Für die Installierung eines Zebrastreifens sei die günstigste Stelle in Höhe der Bäckerei Bergmann, „weil an dieser Stelle für Fußgänger der Straßenverkehr der Bahnhofstraße und Lange Straße gut einsehbar ist“. Außerdem würde ein Überweg dort auch für Autofahrer bereits von Weitem sichtbar sein.

Auch die SPD-Ratsfraktion sieht Handlungsbedarf: „Wir haben das Thema bereits im Ortsrat behandelt und eine Ortsbegehung vorgenommen. Der Antrag entspricht voll unseren Absichten“, sagte Uwe-Peter Keil, stellvertretender Fraktionschef. Damals sei die Idee „versickert“ und nie an das Straßenverkehrsamt herangetragen worden, erinnert sich Wöllenstein, der bereits damals den Platz zwischen Anger-

straße und Lange Straße als „vernünftigste Querung“ bezeichnet hatte.

Vor knapp zwei Jahren hatte sich auch der Seniorenbeirat die Situation an der Bahnhofstraße angeschaut. „Ein Zebrastreifen, das wäre schon die ideale Lösung“, hatte der Vorsitzende Bernd Petermann damals gesagt.

CDU-Ratsgruppenchef Hans-Ulrich Siegmund sprach sich im Namen seiner Fraktion ebenfalls für den Antrag aus: „Ich hoffe, dass uns nicht allzu viele Steine in den Weg gelegt werden.“ Einstimmig wurde der Antrag angenommen und an den Bauausschuss überwiesen. Entscheiden muss jedoch die Straßenverkehrsbehörde. Diese werde, so die Hoffnung der Grünen, einen Ratsbeschluss nicht ohne weiteres ablehnen können“. Wöllenstein argumentiert: „Das ist ja keine Schnapsidee von uns, das besagt schon der gesunde Menschenverstand.“col

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