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Oktoberfest:Über die Hälfte der Tickets ist bereits verkauft / Staffelpreise / 5,50 Euro für die Maß

Abends gibt es nur noch theoretisch Karten

Obernkirchen (rnk). Jörg Nitsche kann fast die Uhr danach stellen: Im Januar klingelt das Telefon und der erste Anrufer erkundigt sich, ob es ein Oktoberfest geben wird. Ja, sagt Nitsche, und kann sich dann über 36 verkaufte Karten freuen, die nach Lindhorst gehen. Von dort kommen die Gäste dann mit dem Bus.

Über Stammgäste kann Nitsche als Organisator der bisherigen sieben Oktoberfest nicht klagen. Der Vorverkauf hat gerade eben begonnen, aber schon 300 der Karten sind verkauft. Das ist mehr als die Hälfte des zur Verfügung stehenden Kontingents, denn mehr als 550 Plätze wird es in der Liethhallenicht geben. Theoretisch könnte zwar aufgestockt werden, aber das würde zulasten der Qualität gehen, findet Nitsche: "Für jeden Besucher muss es einen Sitzplatz geben." Zudem soll genug Platz zum Tanzen bleiben, Tische bis an die Bühne werde es daher in der Liethhalle nicht geben. Ein ganz anderes Problem hatte Nitsche beim Buchen der Band. Noch nie war der Wunsch nach Wiederholung, nach einem erneuten Auftritt der Band des letzten Jahres, so stark wie dieses Mal. Nitsche wurde immer wieder darauf angesprochen, wie toll die "Hiatamadln" waren, aber Nitsche wollte nicht wortbrüchig werden: Er hatte einst versprochen, jedes Jahr eine neue Band zu präsentieren. Nitsche zog gestern auf einer Pressekonferenz mit Sponsoren eine Art Zwischenbilanz. So wird der Preis für die Liter Maß mit 5,50 Euro weiterhin meilenweit von dem der echten Maß auf der "Wies'n" entfernt bleiben, auch auf eine Anhebung habe man verzichtet. Nitsche spricht von einer "Philosophie": Auch in schlechten Zeiten müsse das Bier bezahlbar bleiben, "uns ist es lieber, der Besucher trinkt eine mehr, als wenn er sich den ganzen Abend an einer Maß festhält." Zur Oktoberfestgaudi spielen in diesem Jahr die "Erdinger" auf. Fünf gestandene Mannsbilder und eine fesche junge Dame sorgen wieder für viel ausgelassene Stimmung. Das Oktoberfest zeichne sich durch sein wirklich sehr gemischtes Publikum aus, betonte Nitsche: "Jung und Alt feiern hier gemeinsam eine große Party." Vom Musikgeschmack werden alle Richtungen bedient. Wie es sich gehört, gibt es viel Stimmungsmusik aus dem alpenländischen Bereich, da kann zwei, drei Stunden geschunkelt und laut mitgesungen werden. Dann geht es weiter mit aktuellen Schlagern, Pop- und auch Rockmusik. Als ganz großes Plus habe sich im vergangenen Jahr die neu fertiggestellte Toilettenanlage direkt an der Liethhalle herausgestellt, betonte Nitsche. Die Festbesucher müssen nun nicht mehr die Halle verlassen, um das "stille Örtchen" aufzusuchen. Das werte natürlich den gesamten Veranstaltungsort kräftig auf. Eintrittskarten gibt es bei der Sparkasse Schaumburg und unter der Ticket-Hotline 05724/8269. Im Vorverkauf kosten die Karten bis Ende August sechs Euro. Im September müssen dann acht Euro bezahlt werden. Tischreservierungen sind ab vier Personen möglich. Die Veranstaltung beginnt am 20. September um 20 Uhr. Einlass ist bereits ab 19 Uhr. Dann hat auch die Küche geöffnet. Bleiben Karten aus dem Vorverkaufübrig, werden sie an der Abendkasse noch angeboten. Dafür müssten dann zehn Euro bezahlt werden. Aber mehr als eine theoretische Möglichkeit ist das nicht, bei fünf der letzten sieben Oktoberfeste war das Kartenkontingent nach dem Vorverkauf restlos weg. Die schlimmsten 60 Minuten, so erklärt Nitsche gestern, sei übrigens die Stunde nach der Eröffnung, wenn die Gäste zu Tischen geleitet werden. Denn heiß begehrt sind die drei Tische an der Tanzfläche. Und Nitsche hat meistens viel Mühe, zu erklären, warum das Tisch-Trio schon belegt ist. Nicht jeder ist einsichtig. Nitsche hat übrigens die Sitzplätze aller bisherigen Feste aufgezeichnet. So kann er im Fall des Falles belegen, welche Gruppe wann wo gesessen hat. Und das es durchaus gerecht zugeht auf dem Oktoberfest Obernkirchen. Und die "Hiatamadln" kommen vielleicht 2009 wieder: Nitsche überlegt noch.




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