weather-image

Ab sofort als Ratsgruppe unterwegs

Bad Münder. Rechtzeitig vor der Ratssitzung in der kommenden Woche ist sie da, die Karte, die Thomas Konior als Mitglied der CDU ausweist. Im Rat wird erstmals die neu gebildete CDU-Ratsgruppe auftreten, die mit zwölf Sitzen mit der bislang stärksten SPD-Fraktion gleichzieht.

270_008_6567462_lkbm101_3008_konior_0083.jpg

CDU-Ratsgruppenchef Hans-Ulrich Siegmund lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass ihn die Entwicklung, die mit dem Austritt des ehemaligen stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Konior aus der SPD ihren Anfang nahm, sehr freut. „Wir haben jetzt ein Patt im Rat. Die Stimme des Bürgermeisters entscheidet“, sagt Gruppenchef Hans-Ulrich Siegmund. Die Fraktion der Grünen und die Ratsgruppe proBürger/Völksen/Witzke verfügen jeweils über vier Sitze.

Während Koniors Beliebtheit bei altgedienten Sozialdemokraten durch den Wechsel ins Bodenlose gefallen ist („So etwas tut man einfach nicht“), wird der Schritt von Christdemokraten begrüßt. „Wir freuen uns, dass wir jungen Nachwuchs haben – noch dazu im Verwaltungsbereich sehr versierten“, erklärt Siegmund. Probleme des ehemaligen SPD-Mitglieds mit dem CDU-Kurs erwartet Siegmund nicht: „In den vergangenen eineinhalb Jahren lagen wir inhaltlich nie auseinander.“

Auf einer Linie liegen Siegmund, Fraktionsvize Peter Meyer und Konior beispielsweise in ihrem Bestreben, das kommende halbe Jahr massiv unter das Motto „Stärkung der Wirtschaft“ in Bad Münder zu stellen. Den Begriff Wirtschaft fasst Siegmund dabei bewusst weit – auch Tourismus und Gesundheit fallen für ihn hinein. „An einigen Stellen wird noch viel zu wenig getan, da müssen wir die Chancen, die uns der Zukunftsvertrag bietet, nutzen“, sagt er. Die Förderkulisse der EU werde in Bad Münder kaum beachtet. „Wir müssen verstärkt darüber nachdenken, wie wir Förderprogramme anzapfen können“, fordert Siegmund. Meyer mahnt, dass der Zukunftsvertrag nicht im Nachhinein zerredet werden dürfe, er müsse in Bad Münder endlich als Chance begriffen werden. „Wir müssen den Zukunftsvertrag leben und auf seiner Basis neue Ideen entwickeln, die uns auch nach Anlauf der Vertragslaufzeit weiterbringen“, so Siegmund. Ansätze, in denen sich Konior wiederfindet. „Genau das, was ich seit Jahren sage. Der unternehmerische Geist fehlte mir bislang komplett – ich bin froh, dass ich die CDU offen dafür finde. Bad Münder muss den Mut haben, unternehmerisch zu denken“, sagt er. Die Forderung nach einem „wirtschaftlichen Masterplan“, der auch die Zeit nach dem Zukunftsvertrag berücksichtige, kommt aus der CDU-Ratsgruppe – Siegmund ist sich dennoch sicher, dass sie erfolgreich nur im Schulterschluss des gesamten Rates umgesetzt werden kann. „Große Zukunftsentscheidungen müssen von allen gemeinsam getragen werden.“jhr



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt