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Sonntagsausflug ab Bannensiek / Panoramaweg bei Hameln / An Wassergewinnungsanlage vorbei

Über schnurgerade Wege geht’s zum „Knick“

Auf vielen unserer Wanderungen kommen wir an Grillplätzen und -hütten vorbei, die zumeist liebevoll gestaltet und sorgfältig gepflegt sind. Sie stammen überwiegend aus den achtziger, gelegentlich auch schon aus den siebziger Jahren und wurden nach den weitreichenden Gebietsreformen erbaut, bei denen damals viele bisher selbstständige Dörfer in größeren Kommunen aufgingen. Das hat zwar durch neue Finanzierungsmöglichkeiten zu einer verbesserten Infrastruktur geführt, der Preis war jedoch der Verlust der Eigenständigkeit. Dass die Dörfer trotz der Eingemeindungen fast immer ihre ganz spezielle Eigenart bis heute bewahrt haben, beweisen das rege Vereinsleben, zahlreiche Feste und das große Engagement der Bürger, zum Beispiel bei dem Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“.

Ross und Reiter genießen den Waldrandweg am Knick. Fotos: i-r

Autor:

Ingeborg Müller

Ein besonders schöner Grillplatz

Vor diesem Hintergrund sind die Grillplätze zu sehen, die beidem dienen: der Verschönerung der Gemeinde und der Pflege dörflicher Geselligkeit. So ist es auch in dem bei einem solchen Wettbewerb ausgezeichneten Hamelner Ortsteil Halvestorf, zu dem die Dörfer Bannensiek und Weidehohl gehören.

Eine Wanderung, die in Bannensiek beginnt, wird uns in Weidehohl an der dortigen Anlage vorbeiführen. Sie bringt uns jedoch erst in jenen Stadtwald, der die Dörfer von der Kernstadt Hameln trennt. Er gehört zu dem ausgedehnten Waldgebiet im Westen Hamelns, das sich auf der Wanderkarte ausnimmt wie ein Riesenrochen, dessen Kopf vom Hamelner Hausberg Klüt, der Schwanz von dem sogenannten Knick gebildet wird, während die flügelartigen Flossen von der Weser im Norden bis zur Humme im Süden ausgespannt sind.

Wir starten zu unserer Rundwanderung bereits in 150 Meter Höhe am Waldrand bei Bannensiek. Dorthin biegen wir von der links der Weser als Nebenstrecke von Hameln nach Rinteln verlaufenden Straße hinter dem Gut Helpensen nach links ab. In Halvestorf geht es wiederum nach links in die Freibadstraße, dann nach rechts in die Bannensieker Straße und auf dieser geradeaus, vorbei an Freibad und Campingplatz, zum Parkplatz oben am Waldrand. Dort gibt es auch eine Haltestelle der Buslinie 4 Hameln–Halvestorf des Nahverkehrs Hameln-Pyrmont.

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Vom Wanderparkplatz aus führt der Forstweg schnurgerade durch den Riepenwald.

Fast schnurgerade verläuft die Forststraße vom Parkplatz aus in und durch den Wald, ständig leicht ansteigend zu der 227 Meter hohen Erhebung des Dicken. Den ersten nach rechts abzweigenden Weg benutzen wir noch nicht, bei der nächsten Kreuzung biegen wir jedoch nach rechts in den bequemen Forstweg ein. Auch er wird wieder von einem Weg gekreuzt, an dem rechts eine Wassergewinnungsanlage liegt, während er uns nach links zum Waldrand am sogenannten „Dehmker Strang“ bringt. Dort wandern wir nach rechts auf dem breiten Waldrandweg oberhalb von Dehrenberg weiter und freuen uns an dem schönen Panorama.

Bei einer kleinen Sitzgruppe werden wir nach links in die Feldflur geführt, um bei den Eichen nach rechts abzubiegen und wieder zum Waldrand zurückzukehren. Jetzt haben wir den eingangs erwähnten Knick erreicht. Geradezu malerisch liegt das Land vor uns ausgebreitet mit dem Ort Dehmke im Vordergrund und dem Lippischen Bergland dahinter. Eine Sitzgruppe lädt am Wanderweg zur Rast ein.

Wir folgen der Markierung 10

Am Ende des Knicks folgen wir der von Dehmke hoch kommenden Fahrstraße nach rechts, weiterhin der Markierung 10 des Aerzener Rundwegs folgend, die uns schon am Waldrand begleitet hat. Vorbei an der „Wördeholzer Rentnerbank“ gelangen wir zu dem zum Flecken Aerzen gehörenden Ort Wördeholz und biegen dort nach rechts ab. Nun gehen wir auf der nach Bannensiek führenden Straße am nördlichen Waldrand des Knicks weiter und haben hinüber zur Kette von Süntel und Wesergebirge einen völlig neuen Blick.

Am Ende des Waldes verlassen wir die Fahrstraße nach rechts und gehen in südliche Richtung weiter am Waldrand entlang, zunächst noch auf befestigtem Weg, die letzten 150 Meter jedoch auf einem schmalen Wiesenweg am Ackerrand. Er führt auf einen quer verlaufenden Wanderweg, auf dem wir durch die Feldflur nach links auf den Ort Weidehohl zuwandern, vorbei an der besonders schönen Grillanlage von 1983. Von alten und neuen Baumgruppen umgeben, liegt sie geschützt in einer Mulde.

An einer Streuobstwiese vorbei gehen wir auf der Straße „Winkel“ und nach links in den „Förstergarten“ durch ein ansprechendes Neubaugebiet, um schließlich in einem Rechtsbogen zur Bannensieker Straße und auf ihr zurück zum Ausgangspunkt zu kommen.



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